Wussten Sie, dass Ihre Finanz-App-Daten verkauft werden können?

Insgesamt 42% der Benutzer von Computern und Mobilgeräten weltweit haben bereits eine kostenlose FinTech-Anwendung (Home Banking, Kreditkartenverwaltung usw.) verwendet. Etwa die Hälfte weiß jedoch nicht, ob diese App ihre Daten verkauft.

Die Enthüllung erfolgte nach einer Studie des Cybersicherheitsunternehmens ESET. Das Unternehmen führte eine globale Umfrage durch, an der mehr als 10.000 Benutzer aus verschiedenen Ländern teilnahmen.


Überprüfen Sie, welche Finanz-Apps Sie installiert haben …

Die Benutzer beantworteten eine Reihe von Fragen zu Themen im Zusammenhang mit Cybersicherheit und Finanztechnologie (Finanz-Apps). Die Studie ergab interessante Daten darüber, wie Verbraucher ihre sensiblen Informationen bei der Verwendung dieser Art von Anwendungen schützen.

Den Ergebnissen zufolge gaben neben der hohen Anzahl von Verbrauchern, die nicht wissen, ob ihre Finanz-App-Daten verkauft werden, nur 31% zu, die „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ einer FinTech-App vor der Installation gelesen zu haben, und ein Prozentsatz sogar noch weniger (29%) lesen die jeweiligen „Datenschutzbestimmungen“.

Diese Ergebnisse zeigen, welche Maßnahmen Benutzer auf der ganzen Welt ergreifen (oder nicht ergreifen), um sich selbst und ihre Finanzen zu schützen – und dass daher viele von ihnen möglicherweise anfällig für Cyber-Bedrohungen sind. Fast die Hälfte aller Befragten (48%) verwenden kein VPN und im Ernst, 42% melden sich an öffentlichen Wi-Fi-Zugangspunkten bei ihren Finanzanwendungen an. Und selbst unter den 20% derjenigen, die ein “fortgeschrittenes” digitales Kompetenzniveau in Betracht ziehen, verwendet etwa ein Drittel (31%) keinen Passwort-Manager.

Warnung: Wussten Sie, dass Ihre Finanzdaten verkauft werden können?

Eine weitere interessante Tatsache ist, dass von den 22% der Befragten, die als „FinTech-Anwender“ eingestuft wurden (diejenigen, die vier oder mehr Apps dieses Typs verwenden), 93% Sicherheitssoftware auf mindestens einigen ihrer Geräte installiert haben. Bei den sogenannten „FinTech-Nichtanwendern“ (die nur zwischen einer und drei Apps verwenden) sinkt dieser Prozentsatz jedoch auf 85%.

Dies kann darauf hinweisen, dass Verbraucher, die am meisten an der Nutzung von FinTech-Apps interessiert sind, sich auch der Gefahren am meisten bewusst sind und Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich der Cybersicherheit in Bezug auf ihre persönlichen Finanzen treffen.