Volvo bestätigt IPO-Plan mit einem Wert von 25 Milliarden US-Dollar

Volvo setzt darauf, dass globale Investoren sein langfristiges Potenzial und nicht seine kurzfristigen Probleme betrachten werden, da es seine Pläne bestätigt, einen Börsengang starten.

Håkan Samuelsson, CEO von Volvo, sagte, das Ziel des Börsengangs sei es, die Zukunft des Autoherstellers zu sichern.

Der schwedische Autohersteller könnte sich eine Bewertung von 25 Milliarden US-Dollar verdienen, basierend auf dem, was er über den am Montag angekündigten IPO-Plan enthüllt hat. Sie hofft zunächst, 25 Milliarden schwedische Kronen oder etwa 2,9 Milliarden US-Dollar an der Stockholmer Börse Nasdaq aufzubringen. Aber die chinesische Muttergesellschaft Geely Holdings hat signalisiert, dass sie auch einige ihrer eigenen Aktien verkaufen wird. Geely hat nicht angegeben, wie viel Anteil an Volvo das Unternehmen nach dem Börsengang behalten wird.

„Volvo Cars ist davon überzeugt, dass seine einzigartige Struktur und fokussierte Strategie ihn zu einem der schnellsten Transformatoren in der globalen Automobilindustrie machen, mit Ambitionen zur Mitte des Jahrzehnts, die sich der Elektrifizierung, Nachhaltigkeit und Digitalisierung widmen“, sagte Volvo in einer Erklärung am Montagmorgen.

Eine große Wende

Wenn der Börsengang wie geplant abläuft, wäre dies eine deutliche Trendwende für eine Marke, die noch vor nicht allzu langer Zeit eine fragwürdige Zukunft zu haben schien. Im Januar 1999 kaufte Ford Volvo für mehr als 6 Milliarden Dollar. Im Jahr 2010 verkaufte es den schwedischen Autohersteller jedoch für nur 1,8 Milliarden US-Dollar.

Unter Geely investierte Volvo massiv in die Erweiterung und Aktualisierung seiner Produktpalette und baute gleichzeitig neue Produktionskapazitäten in den USA und in China auf. Es war bereits eine Verlagerung hin zu Plug-in-Hybriden und reinen batterieelektrischen Fahrzeugen, als es im März dieses Jahres Pläne für eine vollständige weg von konventionellen gasbetriebenen Fahrzeugen bis 2030.

„Autos mit Verbrennungsmotor haben auf Dauer keine Zukunft“, sagte Henrik Green, Chief Technology Officer von Volvo.

Der Vorsitzende und CEO der Volvo Car Group trifft sich mit den Premierministern von China und Belgien
Es ist unklar, wie viel Anteil Geely nach dem Börsengang behalten wird.

Volvos erstes batterieelektrisches Langstreckenfahrzeug, der XC40 Recharge, debütierte im Modelljahr 2021 und bereitet eine Reihe zusätzlicher BEV-Angebote vor, darunter eine Version seines Flaggschiffs XC90. Dieses Modell wird nächstes Jahr im Volvo-Werk in South Carolina auf den Markt kommen.

Polestar geht auch an die Börse

In der Zwischenzeit teilt es Plattformen und Technologie mit die brandneue Marke Polestar im gemeinsamen Besitz von Volvo und Geely.

Polestar kündigte letzte Woche seinen eigenen Plan an, an die Börse zu gehen, indem er mit der Zweckgesellschaft Guggenheim Partners fusioniert. Der Deal soll auf 20 Milliarden US-Dollar geschätzt werden.

Die Möglichkeit eines Volvo-Börsengangs ist seit 2018 im Umlauf und scheint notwendig geworden zu sein, um den Autohersteller bei seiner Transformation zu einem Elektrofahrzeughersteller zu unterstützen.

„Hier soll die Zukunft des Unternehmens gesichert werden“, sagte Håkan Samuelsson, Chief Executive von Volvo Cars, dem Wall Street Journal. „Volvo wird ein Elektroauto-Unternehmen.“

Volvo South Carolina
Volvo plant, im nächsten Jahr mit dem Bau seines SUV XC90 in seinem Werk in der Nähe von Charleston, South Carolina, zu beginnen.

Kurzfristige Probleme

Die Volvo Car Group stellte 2019 mit 705.452 Fahrzeugen einen weltweiten Verkaufsrekord auf, ein Plus von fast 10 % gegenüber dem Vorjahr – und fast das Doppelte des Volumens von 373.525 Fahrzeugen im Jahr 2010, dem Jahr, in dem sie von Ford verkauft wurden. Die Nachfrage ging im Jahr 2020 um mehr als 6% zurück, im Einklang mit dem Rest der von COVID verwüsteten Autoindustrie.

Aber nach einer starken Trendwende Anfang dieses Jahres verzeichnete Volvo im vergangenen Monat einen weltweiten Umsatzrückgang von 30 %. Der Abschwung spiegelt jedoch Produktions- und Lagerprobleme aufgrund der anhaltenden Knappheit bei Halbleitern wider und wird voraussichtlich nicht von Dauer sein. Infolgedessen hat der Abrutsch keine wesentlichen Auswirkungen auf den Volvo-Börsengang.

Der Autohersteller und die Muttergesellschaft Geely haben nur begrenzte Hinweise zu ihren Plänen für den Börsengang gegeben. Aber was für Investoren wichtiger sein könnte, ist das langfristige Finanzziel von Volvo. Bis Mitte des Jahrzehnts will das Unternehmen jährlich 1,2 Millionen Autos ausliefern. Und es strebt nach einer operativen Marge, die zwischen 8 und 10 Prozent liegen würde.

Wenn der Börsengang von Volvo wie geplant abläuft und ihm eine Marktkapitalisierung von 25 Milliarden US-Dollar einbringen würde, hätte es einen Wert von mehr als dem Doppelten des französischen Renault, jedoch kaum einem Drittel des von General Motors und kaum mehr als 20 % von Volkswagen. Aus Sicht der Marktkapitalisierung liegt Tesla derzeit mit 779 Milliarden US-Dollar am Montagmorgen als König des Hügels.


Source: The Detroit Bureau by www.thedetroitbureau.com.

*The article has been translated based on the content of The Detroit Bureau by www.thedetroitbureau.com. If there is any problem regarding the content, copyright, please leave a report below the article. We will try to process as quickly as possible to protect the rights of the author. Thank you very much!

*We just want readers to access information more quickly and easily with other multilingual content, instead of information only available in a certain language.

*We always respect the copyright of the content of the author and always include the original link of the source article.If the author disagrees, just leave the report below the article, the article will be edited or deleted at the request of the author. Thanks very much! Best regards!