UN bei Dringlichkeitstreffen: Iran muss unnötige Gewaltanwendung stoppen


Über 400 Menschen – darunter viele Kinder – sollen bei der Niederschlagung von Protesten durch das iranische Regime getötet worden sein.

Der UN-Menschenrechtsrat hält am Donnerstag eine Dringlichkeitssitzung ab, um zu prüfen, ob eine Untersuchung des Umgangs des Iran mit Protesten im Land durchgeführt werden soll.

Das Treffen hat um 10 Uhr in der Schweizer Stadt Genf begonnen.

Hier eröffnete der neue österreichische Ratsvorsitzende Volker Türk das Treffen mit einer scharfen Kritik an der aktuellen Situation im Iran.

– Die unnötige und ungerechtfertigte Anwendung von Gewalt muss jetzt aufhören.

– Die alten Methoden und die Festungsmentalität der Machthaber funktionieren einfach nicht. Wir befinden uns derzeit in einer ausgewachsenen Menschenrechtskrise, sagt Volker Türk.

Das Treffen am Donnerstag findet auf Wunsch Deutschlands und Islands statt, die die Initiative auch von mehr als 50 Ländern unterstützt haben.

Der Rat muss in erster Linie entscheiden, ob er eine hochrangige internationale Untersuchung der Ereignisse im Iran einleitet.

Seit Mitte September gibt es im Iran große Demonstrationen.

Die Demonstrationen im Iran sind nach dem Tod einer 22-jährigen Frau entstanden.

Die Frau, Mahsa Amini, verlor im Gewahrsam der iranischen Moralpolizei das Bewusstsein und lag drei Tage im Koma, bevor sie am Freitag, dem 16. September starb.

Sie wurde festgenommen, weil ihr Hijab nach Angaben der Behörden ihr Haar nicht gut genug bedeckte. Die Moralpolizei wurde von mehreren für ihren Tod verantwortlich gemacht.

Nach Angaben der in Norwegen ansässigen Menschenrechtsgruppe Iran Human Rights wurden bei den Protesten mindestens 416 Menschen – darunter 51 Kinder – getötet.

UN-Chef Volker Türk sagte am Donnerstag, die Zahl der Toten liege bei über 300, darunter mindestens 40 Kinder. Zudem sollen rund 14.000 festgenommen worden sein.

Vor dem UN-Treffen am Donnerstag fordert Save the Children sofortiges Handeln. Die Organisation fordert unter anderem die Freilassung inhaftierter Kinder.

Das sagt die internationale Direktorin von Save the Children, Inger Ashing.

– Kinder sollten niemals dafür bestraft werden, dass sie ihre Meinungsfreiheit nutzen und sich in Ruhe und Frieden versammeln. Sie sollten dieser Gewalt und der Angst, von ihren Familien weggesperrt zu werden, nicht ausgesetzt werden, sagt sie in einer Pressemitteilung.

Die Demonstrationen im Iran gehören zu den umfangreichsten gegen das klerikale Regime des Landes, das das Land seit 1979 regiert.

/ritzau/AFP


Source: Kristeligt Dagblad – Latest articles. by www.kristeligt-dagblad.dk.

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