Top of Austria – Ostalpen Motorradtour – Auto-Motorrad

Auf dem gemütlichen Hauptplatz von Mariazell erwartet Wanderer ein besonderer Motorradpark. Die Statue von Maria und dem kleinen Jesus in der Basilika wird seit Jahrhunderten von Pilgern mit Hilfe der wundersamen Jungfrau besucht. Foto: Shutterstock und Balázs Miklós-Illés

1. Tag: Szombathely – Kalte Kuchl – Mariazell – Leoben: 407 km
Ermutigt durch den Erfolg der Siebenbürgen-Tour vor dem Virus beschlossen wir, noch einmal aufzubrechen, diesmal jedoch in die entgegengesetzte Richtung, Richtung Westen. Da wir nur wenig Zeit hatten, packten wir am Vortag zusammen und nach Feierabend fuhren wir nach Szombathely, um frisch in die österreichischen Berge einzuschneiden. Vor der sengenden Hitze starteten wir früh und schlängelten uns auf schönen Forstwegen nur 20 Kilometer von Szombathely entfernt. Der Abschnitt zwischen Rohonc und Léka entpuppte sich als tolles Warm-Up, das an sich schon eine Reise wert gewesen wäre, vor allem im Sattel meines Mitreisenden, einer Honda Africa Twin 1100 Adventure Sports. Neben der bequemen Sitzposition und dem tollen Windschutz war es, als würde man auf Serpentinen hämmern, wie ein überdimensionaler Knieschoner, und beim Beschleunigen aus den Haarnadelkurven schrumpften meine langgestreckten Zweizylinder-Freunde im Rückspiegel. Allerdings wäre es schade gewesen, sich nur auf die richtigen Kurven und Geschwindigkeit zu konzentrieren, ich glaube, es gibt keinen Reisenden, der sich nicht über den postkartenartigen Blick auf die in den Bergen versteckten Siedlungen wundern würde, nicht zuletzt die Bußgelder sind nicht mit Inlandszahlungen vereinbar. Vor allem in dicht besiedelten Gebieten beißen die Behörden in Geschwindigkeitsüberschreitungen, darauf sollte man unbedingt achten!

Viele machen die erfolgreiche Eroberung der Edelweißspitze noch unvergesslicher, indem sie einen individuellen Aufkleber anbringen

Unser nächstes Ziel war die Straße 21, die als Motorradparadies bezeichnet wird, wo wir beim ikonischen Alpengasthof Kalte Kuchl Halt machten, dessen Apfelkuchen ein Muss ist! Übrigens ziehen Zweiräder hier am Wochenende mit der Realität: Es ist bezeichnend, dass hier fast 30 % der Autounfälle des Landes passieren! Einer der genussvollsten Abschnitte ist der Abschnitt zwischen Kalte Kuchl und Ochsattel, jedoch ist es eine Herausforderung, die dynamischen Kurven mit vielen Richtungswechseln zu überwinden, da der Einstieg trotz der üppigen Asphaltqualität einfach ist. Als wir müde wurden, erreichten wir das malerische Mariazell, wo sich das bedeutendste Marienheiligtum Mitteleuropas befindet. Versteckt in den hohen Bergen, ist die dreitürmige Wallfahrtskirche, eine Mischung aus Gotik und Barock, umgeben von charmanten Cafés und Reliquiengeschäften – eine freundliche Stadt mit nur 1.500 Einwohnern, die jährlich von mehr als einer Million Pilgern besucht wird.

Nach einem kurzen kulturellen Ausblick ging es weiter nach Wildalpen, wo wir von der Hängebrücke über die Salza aus die Sparren beobachteten und dann auf einem steilen Weg mit großen Höhenunterschieden ins eiskalte Wasser abstiegen. Mangels Schwimmstart fuhren wir zu unserer Unterkunft in Leoben, einem der Zentren der Eisen- und Stahlindustrie des Landes. Nach den schönen Bergen und Städtchen im Stau in der Industriestadt zu stehen, war schon ein bisschen eine scharfe Verschiebung, auf jeden Fall gingen wir erlebnisreich und erschöpft zur Ruhe.

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2. Mittagsschlaf: Leoben – Preitenegg – Klippitzrörl – Turracherhöhe – Nockalmstraße – Innerkrems: 327 km
Nach dem ersten Tag warteten wir noch gespannter auf den Start, da uns unglaubliche Höhenunterschiede und die Eroberung der Panoramastraße Nockalmstraße erwarteten.
Wir setzten unsere Fahrt auf perfektem Asphalt mit gut geschwungenen Kurven fort, doch unsere Freude währte nicht lange. Nach wenigen Minuten zeigte das Wetter in den Alpen sein skurriles Gesicht, vom Nieselregen in der Sonne über den doppelten Regenbogen bis hin zu den schwarzen Wolken, die das Ende der Welt andeuteten. Aufgrund letzterer kam leider bald Regenbekleidung ans Licht. Da kamen mir die hervorragenden Fahrassistenzsysteme von Africa Twin sehr zugute, und ich schätze besonders die reibungslos funktionierende Traktionskontrolle. Die zusätzlichen Stunden entschädigten jedoch für alle Unannehmlichkeiten. Plötzlich ging die Sonne aus und wir winkten in den endlosen Kurven versteckter Alpendörfer, riesiger Grashügel und tiefer Wälder. Anstelle von Hauptstraßen folgten wir kleineren Forststraßen, während der Verkehr von Kuhherden gemeldet wurde, die die Straße kreuzten. Die größeren Straßenmängel waren nur das Lächeln der Africa Twin, das einzig Negative war der Sitz, der sich auf der Tour für meinen Geschmack als zu hart und schmal erwies, ich würde definitiv einen bequemeren Sattel bekommen, wenn die Maschine meine wäre besitzen. Als ich dann aufwachte, kannten wir die Kurven des Preitenegg und des Klippitzrörl bereits und wir begannen die 1795 m hohe Turracher Höhe zu erklimmen.

Oben auf dem Hügel befinden sich drei idyllische Seen sowie Österreichs größter Fichtenwald. Diese Bäume können bis zu 1000 Jahre alt werden! Der Anblick hat mich noch nicht einmal satt, als wir von der Turracher Höhe ausstiegen und am Fuße der Nockalmstraße ankamen. Mitten in den Nockbergen ist die Nockalmstraße bereits mit einer Motorradgebühr von 13 Euro gebührenpflichtig, doch schon nach den ersten Metern ist klar, dass die 35 km lange Alpenpanoramastraße, die auf 2000 m Höhe führt, nicht zu übersehen ist. Bisher konnte ich die Landschaft nur überfluten, aber die von Paraden gesäumte Asphaltstraße wird durch märchenhafte Täler, schöne Pinienhaine und blühende Almen unvergesslich gemacht. Wir verbrachten nicht viel Zeit in der kristallklaren Höhenluft und mussten dann bald zu unserer Unterkunft in Innerkrems aufbrechen, denn am nächsten Tag stand die Eroberung des Großglockners an.

Wo auch immer wir am Großglockner zum Entspannen anhalten, überall werden Sie von wunderschönen Meeresaugen und Wasserfällen geblendet

3. Mittagsschlaf: Innerkrems – Großglockner – Bad Ischl: 292 km
Der Weg zum Großglockner war nicht besonders aufregend, nur die geheimnisvollen Berggipfel, die aus den Wolken auftauchten, deuteten darauf hin, dass wir uns auf etwas Besonderes vorbereiten konnten. Im Herzen des Nationalparks Hohe Tauern erhebt sich mit 3798 m der höchste Berg Österreichs, an dessen Fuße die Großglockner Alpenpanoramastraße errichtet wurde. Die sich auf 2571 m Höhe schlängelnde Serpentinen waren eindeutig das Highlight unserer Tour! Obwohl die Mautgebühr von 27 € nicht gering ist, muss jeder diese Landschaft mindestens einmal in seinem Leben gesehen haben: Die Pässe, die Höhenunterschiede, die Felsen, die über unseren Köpfen aufragen und dann in der Tiefe verschwinden, sind allesamt beeindruckend. Wir fühlen uns wie richtiger Staub am Grund der Klamm, am höchsten Punkt der Straße ist die Edelweißspitze ehrfürchtig und erhaben zugleich. Auf dem Parkplatz der Edelweißspitze dürfen natürlich die Ferraris, Porsches und auch die ganz besonderen Ducatis nicht fehlen und ich würde lieber aufhören, stundenlang auf Schritt und Tritt zu fotografieren. Nach einem spontanen Schneeball sind wir die 48km lange Panoramastraße zweimal gelaufen, zuerst stramm und dann etwas schneller. Natürlich muss man sehr vernünftig sein, man kann sich nirgends irren, die 36 Spitzkehren sind selbst für geübte Motorradfahrer eine große Herausforderung und die Bergluft überwältigt einen leicht. Mit der Zeit hatten wir großes Glück, wir konnten den Glockner bei angenehmen 15-20 Grad durchstreifen, am nächsten Tag hätten wir 5 Grad und Hagel gehabt. Lächelnd kamen wir aber etwas müde von der Bergstraße ab, sodass wir es kaum erwarten konnten, uns nach einem herzhaften Abendessen auszuruhen.

Der Anblick der legendären Wallack-Schneewerfer gehört ebenso zum Großglockner wie für Motorradwanderer. Hier verabreden sich die beiden typischen Fahrzeuge

4. Mittagsschlaf: Bad Ischl – Budapest: 561 km
Für den letzten Tag blieb nur noch das unversehrte Heimkommen auf der Autobahn, deren Genusswert nicht allzu hoch war, aber der Preis, das Beste der Ostalpen in 4 Tagen einzupacken. Nach der Tour in Siebenbürgen bewies Africa Twin auch, wie vielseitig der Adventure-Motor ist, neben seinem hohen Spaßfaktor ist auch der Verbrauch mit nur rund 5,5 Litern erwähnenswert, was bei so starker Beanspruchung besonders günstig ist. Und das Fazit? Die Naturschönheiten der Strecke sind überflutet, ich könnte kaum einen besseren Ort zum Entspannen für ein paar Tage finden!

BEND: FREUND ODER FEIND?
Nichts macht beim Motorradfahren so viel Spaß wie das Kurvenfahren, dennoch passieren die meisten Unfälle in Runden. Die größte Gefahr sind meist die sich verengenden, unvorhersehbaren Haarnadelkurven. Auf diese Weise sollten Sie vor der Kurve immer auf die Beschilderung achten, wie die Geschwindigkeit entgegenkommender Personen, die Bewegung der Fahrbahnränder, die Vegetation und die Schlusslinie. Als Faustregel gilt, dass der Bremsweg nicht größer als der vorhersehbare Abstand sein sollte, damit uns eine unerwartet enger werdende Kurve nicht erschrecken kann. Sehen wir in der Ferne den Fahrbahnrand und die Schlusslinie, als ob sie sich berühren würden, können wir sicher sein, dass eine scharfe Kurve kommt. Wichtig ist auch, auf die Qualität des Asphalts zu achten, und auf Bergstraßen oder nach einem verregneten Tag können wir mit Schwemmland und Schotter rechnen. Kommen wir endlich in die gefährlich enger werdende Kurve, können wir die Kurve mit sanftem Einsatz der Hinterradbremse problemlos verengen und können sicher sein, dass der Reifen Traktion hat und ein moderner Profilreifen eine riesige Traktionsreserve hat. Wir müssen auf keinen Fall um eine Ecke biegen oder auf der Ziellinie fahren, erwarten Sie immer, dass ein LKW oder Bus in unsere Spur einfährt! Schauen Sie nie starr vor den Motor, wir schauen in die gewünschte Fahrtrichtung weiter weg, was unser Geschwindigkeitsempfinden reduziert und uns erlaubt, mehr Informationen über unsere Umgebung zu verarbeiten. Nicht zuletzt lohnt es sich, in einem Fahrtechniktraining die unendlichen Möglichkeiten unterschiedlicher Körperhaltungen und Lenkimpulse zu üben, damit wir viel bewusster in unser nächstes motorisches Abenteuer einsteigen können.


Source: Autó-Motor by www.automotor.hu.

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