Test – Ist der BMW i4 derzeit das begehrteste Elektrofahrzeug?

Der Prototyp, mit dem wir unterwegs sind, ist noch nicht vollständig belichtet. Auch wenn BMW die offiziellen Fotos des i4 längst verteilt hat, ist das Blech unseres Testwagens noch mit Tarnmaterial überzogen. Was der Filmkomponist Hans Zimmer speziell für den i4 kreiert hat, führt er auch noch nicht in Fahrgeräuschen auf. Auf jeden Fall ist unser BMW i4 eDrive40 schon so gut wie endgültig, mit vielleicht einem einzigen Schlag hier und da.

BMW i4 eDrive 40 mit einem Elektromotor an der Hinterachse

Als eDrive40 verfügt der i4 über einen einzigen Elektromotor, der 250 kW (340 PS) Leistung an die Hinterräder liefert. Um die Fahrleistungen des fünftürigen Gran Coupé muss man sich also keine Sorgen machen, denn in 5,7 Sekunden erreicht man 100 km/h. Der Vorteil eines Elektroantriebs: Das volle Drehmoment steht sofort aus dem Stillstand zur Verfügung. Dank großzügiger 430 Nm schafft es der Elektro-i4, beim Sprint mehr als 2000 Kilo wiegt zu verschleiern.

Auch dieses Gewicht muss sich biegen, wie es ein BMW-Fahrer wünscht

Insofern stand BMW vor einer schwierigen Aufgabe: Das ganze Gewicht musste auch umgedreht werden. Und das am liebsten, wie es BMW Kunden gewohnt sind. Wir stellen den Test auf die Probe und schleudern den i4 so ungeschickt wie möglich in die Ecke. Das Auto zuckt nicht zusammen: Das Chassis schafft es, die ganze Masse schön zu maskieren. Das gibt sofort Vertrauen. Am Limit spürt man, dass das Heck mit dem Schwanz wedeln möchte. Die Elektronik lässt dir viel Spielraum, behält aber die Dinge im Hintergrund im Blick. Bevor Sie mit einer dramatischen Pirouette bei hoher Geschwindigkeit vom Asphalt gleiten, hat der Computer den Stromhahn zugedreht.

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Vorne sitzt du fürstlich, hinten mit deiner Krone gegen das Dach

Der BMW i4 teilt sich seine Karosserie mit dem neuen BMW 4er Gran Coupé und hat damit die gleichen Vor- und Nachteile. Im Vergleich zum bisherigen 4er erhöht die fünfte Tür den Alltagskomfort. Die abfallende Dachlinie hinterlässt jedoch Spuren in der Kopffreiheit im Fond. Nicht, dass man mit gesenktem Kopf sitzt und darüber nachdenkt, was man sich diese Strafe verdient hat, aber der geringe Abstand zwischen Krone und Himmel weckt die Hoffnung, dass der Fahrer eine nicht allzu holprige Straße wählt …

Vorne sitzt man jedoch fürstlich. Es gibt viel Platz und Sie haben einen Blick auf eine völlig neue digitale Breitbild-Instrumentierung, die aus zwei gebogenen Displays besteht. Die Bedienung ist teilweise bekannt: Mit dem Drück-/Drehknopf am Mitteltunnel findet man sich durch die Menüstruktur des Multimediasystems zurecht. Und wenn Sie es einmal nicht verstehen, können Sie jederzeit auf die hervorragende Sprachsteuerung zurückgreifen. Da kaum Knöpfe sichtbar sind, wirkt das Armaturenbrett schlank und aufgeräumt. Der zentrale Bildschirm funktioniert wie beim BMW iX – den wir früher gefahren sind – als Touchscreen, wir schauen argwöhnisch, wie er in der Praxis funktionieren wird.

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Der BMW i4 entscheidet selbst, wann er Energie zurückgewinnen kann

Anhand verschiedenster Sensoren und per GPS gesammelter Informationen ermittelt der BMW i4 selbst, wann er Energie zurückgewinnen kann. Das funktioniert wunderbar. Auch wenn die Elektronik je nach Verkehrssituation selbst entscheidet, ob sie das Auto mit minimalem Widerstand ausrollen lässt oder mehr Bremsenergie zurückgewinnt, hat man als Fahrer immer das Gefühl, die Kontrolle zu haben.

Topmodell wird der BMW i4 M50 mit zwei Elektromotoren

Topmodell der i4-Serie wird der M50 sein. Diese Version hat zwei Elektromotoren; es gibt auch einen zwischen den Vorderrädern. Zusammen liefern sie eine maximale Leistung von 400 kW (544 PS) im Overboost. Kleines, aber feines Detail: Der Heckmotor leistet 40 kW mehr als der Frontmotor. Damit fährt sich der i4 M50 immer noch wie ein echter BMW. Man spürt, wie sich die Hinterräder am Asphalt festklammern, während die Vorderräder komplett im Hintergrund bleiben und die sportlichen Übungen nicht zu einer riesigen Reifenrauchwolke werden. Der i40 M50 beschleunigt in etwa 4 Sekunden auf 100. Damit ist das Auto fast so schnell wie der neue BMW M4.

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Schöne Sportlimousine mit bis zu 590 Kilometer Reichweite

BMW ist es gelungen, dem Elektroantrieb auch im dynamischen Bereich eine bedeutende Rolle zu geben. Dank des niedrigen Schwerpunkts und der schönen Verteilung der Motorkräfte zwischen Vorder- und Hinterrädern gelingt es dem i4 M50, selbst den kritischsten Sportwagenfahrer auf einer kurvigen Straße zum Staunen zu bringen. Was nicht heißt, dass es sich um eine Hardcore-Sportlimousine handelt. Wie beim i4 eDrive40 bietet das adaptiv gedämpfte Fahrwerk im Comfort-Programm überdurchschnittliche Flexibilität. Das Auto ist nicht nur für eine Runde auf dem Nürburgring geeignet, sondern auch für lange Strecken auf der Autobahn.

Apropos Entfernungen: BMW gibt für den i4 eDrive40 eine Reichweite von 590 Kilometern an. Mit einer vollen Akkuladung würde der i4 M50 510 Kilometer erreichen. Beide Varianten verfügen über eine Batterie mit einer beachtlichen Kapazität von 80,7 kWh (brutto: 83,9). Bei einem Besuch am Schnellladegerät ist der Akku in einer halben Stunde zu 80 Prozent aufgeladen.

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Abschluss

Das finale Serienmodell konnten wir zwar noch nicht fahren, aber der BMW i4 überzeugt schon jetzt mit seinen unterhaltsamen Fahreigenschaften, exzellenten Fahrleistungen und großer (theoretischer) Reichweite. Sie erleben kaum größere Nachteile des Elektroantriebs. Die Frage ist, ob das fast knopflose Armaturenbrett in der Praxis ist. Der BMW i4 ist nicht billig.


Source: Autoreview.nl by www.autoreview.nl.

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