So überleben Spinnengeckos in der heißesten Landschaft der Erde


Eine Handvoll kleiner, nachtaktiver Geckos haben ihre Eingeweide für die Wissenschaft verschüttet und enthüllt, wie die Kreaturen in einem Teil der heißesten Landschaft der Erde zurechtkommen.

Oberflächentemperaturen in der Lut-Wüste im Iran, Heimat des Misonne-Spinnengecko (Nashorn misonnei), steigen häufiger über 65° Celsius als irgendwo sonst auf der Erde. Die extreme Hitze macht es dem Leben schwer, zu gedeihen, und Ökologen betrachten die Wüste seit Jahren als weitgehend unfruchtbar.

Um herauszufinden, wie sich die Geckos in diesem trostlosen Ofen ernähren, analysierten der Entomologe Hossein Rajaei vom Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart und Kollegen den Mageninhalt von sechs Geckos mittels DNA-Metabarcoding (SN: 18.04.16). Die Technik vergleicht DNA-Stücke mit einer Datenbank zur Identifizierung von Arten, wie ein Strichcode-Scanner in einem Lebensmittelgeschäft. „Es ist sehr genau, sehr umfassend und sehr vertrauenswürdig“, sagt Rajaei.

In der Verdauungssuppe der Geckos schmorte DNA von 94 Arten, ungefähr 81 Prozent davon stammen von außerhalb der Lut-Wüste, berichtet das Team 18. November in der Zeitschrift für Zoologische Systematik und Evolutionsforschung.

Die Mehrheit dieser Außenseiter waren geflügelte Insekten wie Fliegen, Motten und Wespen, die aus angrenzenden gemäßigten Landschaften durch die Wüste wandern. Die verbleibenden Arten – Spinnentiere, Arthropoden und weitere Motten – sind in der Lut endemisch, aber in ihrem Herzen, wo die Geckos gesammelt wurden, schwer zu fassen. Die unerwartete Vielfalt unterstreicht, dass es in dieser Wüste mehr Leben gibt, als man denkt, sagt Rajaei.

Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung verflochtener Nahrungsnetze für das Überleben von Tieren in lebensfeindlichen Lebensräumen, sagt Robert Pringle, ein Ökologe an der Princeton University, der nicht an der Forschung beteiligt war. „Die Bewegung von Insekten von außerhalb der unmittelbaren Umgebung subventioniert die Geckos und hilft ihnen, in dieser extremen Wüstenumgebung zu überleben“, sagt er.


Source: Science News by www.sciencenews.org.

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