Schnelltest: Geforce RTX 3080 mit 12 GB Grafikspeicher – schneller und teurer

Nvidias recht überbevölkerte Grafikkartenserie Geforce RTX 3000 hat gestern einen weiteren Zuwachs bekommen. Neu im Layout ist eine 12-GB-Variante der Geforce RTX 3080, also 2 GB mehr Grafikspeicher als das im Herbst 2020 auf den Markt gekommene Originalmodell. Doch nicht nur der Grafikspeicher zeichnet die Modelle aus, sondern Unterschiede gibt es auch in der Grafikschaltung. in Bezug auf die Anzahl der CUDA-Kerne und die Breite des Speicherbusses.

Spezifikationen: Nvidia Geforce RTX 3080 12 GB

RTX 3090 Ti

RTX 3090

RTX 3080 Ti

RTX 3080 12 GB

RTX 3080

RTX 3070 Ti

Technisch

8 nm Samsung

8 nm Samsung

8 nm Samsung

8 nm Samsung

8 nm Samsung

8 nm Samsung

Schaltkreis

GA102

GA102

GA102

GA102

GA102

GA104

Schaltungsoberfläche

628 mm²

628 mm²

628 mm²

628 mm²

628 mm²

392 mm²

Transistoren

28,3 Milliarden

28,3 Milliarden

28,3 Milliarden

28,3 Milliarden

28,3 Milliarden

17,4 Milliarden

Die Architektur

Ampere

Ampere

Ampere

Ampere

Ampere

Ampere

CUDA-Kerne

10 752 st.

10 496 st.

10 240 st.

8 960 st.

8 704 st.

6 144 st.

RT-Kerne

84 str.

82.

80 st.

70.

68.

48.

Tensorkerne

336 Str.

328.

320 st.

280.

272 st.

192.

Textureinheiten

336 Str.

328.

320 st.

280.

272 st.

192.

Rastereinheiten

112 str.

112 str.

112 str.

112 str.

96 st.

96 st.

Taktfrequenz

1 395 MHz

1 365 MHz

1 260 MHz

1 440 MHz

1 575 MHz

GPU-Boost

~1 860 MHz

1 695 MHz

1 665 MHz

1 710 MHz

1 710 MHz

1 770 MHz

Rechenleistung

~40.000 GFLOPS

35 581 GFLOPS

34 099 GFLOPS

30 643 GFLOPS

29 768 GFLOPS

21 750 GLOPS

Speichermenge

24 GB GDDR6X

24 GB GDDR6X

12 GB GDDR6X

12 GB GDDR6X

10 GB GDDR6X

8 GB GDDR6X

Speicherfrequenz

21 000 MHz

19 500 MHz

19 000 MHz

19 000 MHz

19 000 MHz

19 000 MHz

Speicherbus

384-Bit

384-Bit

384-Bit

384-Bit

320-bit

256-Bit

Speicherbandbreite

1 008 GB/s

936 GB/s

912 GB/s

912 GB/s

760 GB/s

608 GB/s

Stromversorgung

12-polig

12-polig

12-polig

12-polig

12-polig

12-polig

SLI-Verbindung

NVLink 3.0 x4

NVLink 3.0 x4

TBP

450 W

350 W

350 W

350 W

320 W

290 W

Einführungspreis

1 499 USD

1 199 USD

699 USD

599 USD

Die Geforce RTX 3080 mit 12 GB Grafikspeicher basiert wie ihre Schwester mit 10 GB auf der Grafikschaltung GA102, jedoch in einem weniger abgespeckten Design. Der Newcomer hat zwei weitere SM-Cluster im Kreislauf aktiviert, was zu 8.960 funktionierenden CUDA-Kernen führt – ein Plus von ganz marginalen 3 Prozent gegenüber dem 10-GB-Modell. Nicht ganz so marginal ist allerdings der Extended Memory Bus, der bei einer theoretischen Speicherbandbreite von 912 GByte/s nun 384 Bit breit ist.

Allerdings wird die ursprüngliche Variante der Geforce RTX 3080 mit 10 GB nicht aus dem Sortiment genommen, sondern der Newcomer in das Lineup zwischen dem Vorgängermodell und der Geforce RTX 3080 Ti eingeklemmt. Preislich nennt Nvidia keine Level-Empfehlung für die 12-GB-Version der Geforce RTX 3080, und vor diesem Hintergrund hätte eine solche Preisempfehlung auch keine Realitätsverankerung im vorherrschenden Grafikkarten-Markt gehabt.

Aus unserer Sicht als Hardware-Rezensent war dies ein eher seltsamer Start, da Nvidia sehr verschwiegen hatte, dass diese Karte überhaupt veröffentlicht werden würde. Erst als wir hörten, dass einige Partnerhersteller die 12-GB-Variante an ausgewählte internationale Medien verschickt hatten, erhielten wir von Nvidia die Bestätigung, dass die Karte in Arbeit sei, der Treiber aber erst nach der offiziellen Einführung des Modells freigegeben werde. Mit anderen Worten, es wurde keinem Medien die Möglichkeit gegeben, die Karte rechtzeitig zum Launch zu testen.

Nun, die Geforce RTX 3080 mit 12 GB Grafikspeicher ist nicht die interessanteste Karte der Welt, daher stellt sich die Frage, ob wir uns überhaupt die Mühe gemacht haben, die Karte umfassend zu testen – wahrscheinlich nicht. Es gibt jedoch eine Kuriosität, was die erweiterte CUDA-Kernanzahl und der breitere Speicherbus für die Leistung gegenüber der 10-GB-Version tun, daher dachten wir, ein kurzer Test wäre angebracht!

asus_rtx_3080_12gb-1.jpg

Asus RTX 3080 Strix OC 12 GB

Asus RTX 3080 Strix OC 10 GB

Schaltkreis

GA102

GA102

CUDA-Kerne

8 960 st.

8 704 st.

Bassfrequenz

1 260 MHz

1 440 MHz

Turbofrequenz (max. Frequenz)

1 860 MHz

1 905 MHz

Speicherbus

384-Bit

320-bit

Speichermenge

12 GB GDDR6X

10 GB GDDR6X

Speicherfrequenz

19 000 MHz

19 000 MHz

Speicherbandbreite

912 GB/s

760 GB/s

Stromversorgung

8+8+8-polig

8+8+8-polig

TBP

390 W

370 W

Abmessungen (L × H)

319 × 140 mm

319 × 140 mm

Erweiterungsplatte

3 Stück (58 mm)

3 Stück (58 mm)

Ausgänge

2. HDMI 2.1
3 st. DP 1.4a

2. HDMI 2.1
3 st. DP 1.4a

Da Nvidia offenbar keine Founder-Edition-Version der 12-GB-Version produzieren, geschweige denn an uns versenden wird, mussten wir uns eine Karte von einem der Partnerhersteller besorgen. Hier war Asus sehr hilfreich und bot sowohl auf die 12 GB als auch auf die 10 GB Version seiner Geforce RTX 3080 ROG Strix OC kurzfristig mit, was einen Vergleich zwischen den Karten deutlich einfacher macht, als wenn wir eine werkseitig übertaktete Karte verbaut hätten gegen Nvidias ungetaktete Referenz dito.

Die 12-GB-Version der Asus Geforce RTX 3080 ROG Strix OC hat in Sachen Spezifikation ein Leistungsbudget von 390 W, also 20 W mehr als die 370 W, die die 10-GB-Variante verkraften kann. Bei der Taktfrequenz hat die 10-GB-Version jedoch eine etwas höhere Turbofrequenz von 1.905 MHz gegenüber 1.860 MHz für die 12-GB-Version. Die Stromversorgung erfolgt über drei 8-Pin-PCI-Express-Anschlüsse für beide Karten, während die Porky-Kühllösung, die drei Kartensteckplätze belegt, bei den Modellen identisch ist.

testrigg-1.jpg

Komponenten der Testsysteme

Komponente

Modell

Dank an

Prozessor

Intel Core i9-10900K @ 5,0 GHz

Inet

Hauptplatine

Asus ROG Maximus XII Hero Wi-Fi

Asus

Erinnerung

2× 16 GB G-Skill Trident Z Royal
3 600 MHz, 16-16-16-36

G.Skill

Kühlung

Noctua NH-D15

Noctua

Lager

Samsung 970 Evo M.2, 1 TB
Samsung 860 Evo, 1 TB

Samsung

Stromversorgung

Seasonic Prime Ultra Titanium, 1 000 W

Saisonal

Chassis

Streacom BC1 Open Benchtable

Streacom

Bildschirm

Dell P2415Q

Betriebssystem

Windows 10 Professional 64-Bit (2004)

Für diesen Artikel verwenden wir das Standard-Grafikkarten-Testsystem von SweClocker, verkleinern die Testsuite jedoch erheblich. In der Praxis beschränken wir uns auf alle zwölf Spieletests in der Auflösung von 3.840 × 2.160 Pixeln, wodurch wir auch am Ende einen Leistungsindex für diese Pixelzahl aufbauen können. Als Treiber kommt der gestern vorgestellte Geforce Driver 511.17 zum Einsatz.

Anhand der vorliegenden Leistungszahlen aus den zwölf Spieletests wird deutlich, dass der Leistungsvorsprung der 12-GB-Variante je nach Titel variiert und generell keine großen Unterschiede bestehen. Es gibt einige Titel, die aufgrund der erhöhten Speicherbandbreite an Boden gewinnen, darunter Ghost Recon: Breakpoint, das im Vergleich zur 10-GB-Version des Asus ROG Strix um 8 Prozent nach oben schwingt. Bei anderen Spielen geht es jedoch eher um einen Leistungszuwachs, der in den Regionen zwischen 3 und 5 Prozent liegt.

Fassen wir alle Spiele in einem Index zusammen, können wir uns den durchschnittlichen Leistungsvorteil der 12-GB-Version gegenüber der 10-GB-Variante der Asus ROG Strix-Suite genauer ansehen. Genau wie in den einzelnen Spieletests geredet, gibt es keine großen Leistungsunterschiede, wobei der Durchschnitt auf einen Vorsprung von 4 Prozent zum Vorteil der 12-GB-Karte landet. Im Vergleich zu Nvidias Geforce RTX 3080 Founders Edition in der 10-GB-Version ist ROG Strix 12 GB knapp über 7 Prozent schneller.

Fazit zur Geforce RTX 3080 mit 12 GB Grafikspeicher

Überraschungen gibt es wenig, wenn die 12-GB-Version der Geforce RTX 3080 das Testlabor passiert, wo die Spezifikationen für eine eher marginale Leistungssteigerung sprechen und die sich auch in unseren Tests widerspiegelt. Letztlich geht es unserer Meinung nach eher um eine Chance für Nvidia, seinen Bestand an “weniger defekten” GA102-Schaltungen in einem neuen Modell zu nutzen und sich gleichzeitig dank der breiterer Speicherbus.

Dass es für diesen Neuzugang kein offiziell kommuniziertes Kursziel von Nvidia gibt, ist etwas beunruhigend, aber auch nicht sehr verwunderlich – wer denkt wirklich, dass solch ein Preisschild in der Realität halten würde, wenn der kleine Bruder mit 10 GB noch 699 Euro als Empfehlung trägt eben? In Schweden können Sie mit mindestens 17.000 SEK für das 12-GB-Modell rechnen, während exotischere Varianten wie die ROG Strix-Variante, die wir uns angesehen haben, einige tausend Dollar teurer sind.

Siebzehntausend Kronen sind nicht vierzigtausend Milliarden, aber immer noch viel Geld für eine Grafikkarte. Unserer Meinung nach viel zu viel, und vor allem, wenn es um eine fein abgestimmte Variante einer Karte geht, die einst (wenn auch für sehr kurze Zeit) für unter 8.000 Kronen zu kaufen war.

Last but not least möchten wir uns bei Asus bedanken, der kurzfristig die Testexemplare besorgen konnte, um diesen schnellen Test zu ermöglichen!


Source: SweClockers by www.sweclockers.com.

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