Rezension Oscar Isaac glänzt in The Card Counter, einer spirituellen Fortsetzung von Taxi Driver

Oscar Isaac riskiert sein Leben im atemberaubend schockierenden The Card Counter. Der 75-jährige Veteran Paul Schrader ist ein Regisseur und Drehbuchautor in einem schweren Schlag.


Premiere: 26.11.2021.
Ursprünglicher Name: The Card Counter
Regie: Paul Schrader
Drehbuch: Paul Schrader
Darsteller: Oscar Isaac, Tiffany Haddish, Tye Sheridan, Willem Dafoe
Dauer: 112 Minuten
Altersgrenze: K16


Regisseur-Drehbuchautor Paul Schraderin Der Kartenzähler Sie müssen kein wandelndes Lexikon der Filmgeschichte sein, um einen Film zu genießen. Hilfreiche Informationen über seine Karriere, die in den 1970er Jahren begann, und seine Haupteinflüsse erschließen den Neuheitenfilm auf eine ganz andere Ebene.

Schraders 2017 Ethan Hawken spielte Erst reformiert war ein Fünf-Sterne-Meisterwerk, aus dem der heute 75-jährige Maestro schließlich seine erste Oscar-Nominierung für das beste Originaldrehbuch erhielt.

First Reformed war in seiner Raserei das Ende der Welt eine so abschließende Dissertation und Proklamation, dass es durchaus Schraders letzter Film hätte bleiben können. Der Regisseur und Drehbuchautor ist noch nicht bereit, in den Ruhestand zu gehen, wird aber in seinem Film The Card Counter mit den bekannten Themen und Erzählungen fortfahren, um dem bereits Gesehenen mehr Tiefe und einen Hauch von Neuem zu verleihen.

Schraders gesamte Karriere wurde in wenigen Filmemachern gebündelt.

Einer seiner größten Einflüsse von Anfang an war Robert Bresson und insbesondere die des französischen Regisseurs 1951 Tagebuch eines Landpriesters -klassisch.

Schrader, der eine calvinistische Ausbildung hatte und Theologie studierte, wurde vor seiner Karriere als Drehbuchautor Anfang der 1970er Jahre Filmkritiker. Eines der Grundwerke seiner Filmgeschichte Transzendentaler Stil im Film: Ozu, Bresson, Dreyer 1972 erschien sein Buch. Wie der Name schon sagt, tauchte Schrader schon damals tief in die Werkwelt Bressons ein.

Das Tagebuch des Priesters war einst ein Kunstwerk, das vielleicht zum ersten Mal eine leidende männliche Figur dieser Art vorstellte, eine Person, die ein Tagebuch führt und deren erzählende Stimme ein wesentlicher Bestandteil des Films ist. Schrader hat Charakter und Stil für sich gepackt und bereits 1976 auf den Höhepunkt verfeinert Kutscherin seinem Drehbuch.

Schrader nennt The Card Counter auch einen seiner Filme, in denen er allein am Schreibtisch sitzt. Oscar Isaacin der Protagonist, ist in gewisser Weise der gleiche Charakter im Tagebuch, der seine düsteren und tiefgründigen Gedanken schreibt wie Travis Bickle, ein Taxifahrer oder ein protestantischer Priester in First Reformed.

Schraders langjährige Zusammenarbeit Martin Scorsesen begann mit Taxifahrer. Er ist auch für Filme zuständig Wütender Stier – Wie ein wütender Stier, die letzte Versuchung Christi und Die Toten zum Leben erwecken Manuskripte. Scorsese ist der Hersteller von The Card Counter.

Als Drehbuchautor ist Schrader ein unbestrittener Meister, als Regisseur ist er uneinheitlich. Er hat bei einigen fast ungesehenen Filmen Regie geführt, aber auch bei mehreren Volltreffern. Der Kartenzähler gehört zu letzterem.

Während The Card Counter viele Karten nach seinem Namen spielt, ist der Film im tiefsten Sinne etwas anderes als ein Glücksspielthriller, trotz der Fülle von Kartenspielszenen, die unglaubliche Geldsummen beinhalten.

Der Film gleitet jedoch fließend vom Thriller zur Drama- und Rachegeschichte, deren Hauptthema die Sünden und ihre Sühne sind. Der Protagonist William Tell, gespielt von Oscar Isaac, ist ein Spieler mit enormen Fähigkeiten, ein ehemaliger Soldat und Verhör von Kriegsgefangenen und ein von den Geistern der Vergangenheit gequälter Folterknecht in einem Schrader vertrauten Stil.

Die Peilung ist sehr einfach. Wilhelm Tell reist unter einem Pseudonym von einer Stadt und einem Casino in die andere und verdient seinen Lebensunterhalt damit, Poker zu spielen, ohne zu gierig zu sein. Ein Mann, der Karten zählen kann, könnte mit seinen besonderen Fähigkeiten schwindelerregende Summen verdienen, begnügt sich aber mit weniger und zieht nicht allzu viel Aufmerksamkeit auf sich.

Tell kollidiert Tye Sheridanin einen jungen Mann namens Cirk, der Rache brütet, geschickt ausspielen. Sein Traum ist es, die Konten auszugleichen William Dafoen Mit einem Ex-Offizier präsentiert sich das nicht so überraschend, dass die Vergangenheit des Spielers mit seinen Gräueltaten auf denselben Mann bezogen ist.

Das Duo hat einen gemeinsamen Feind und Cirk braucht die Hilfe eines ehemaligen Berufssoldaten, um seinen Racheplan auszuführen. Tell stimmt jedoch dem Hauptzweck zu, Cirks Gewalt zu verhindern. Der Spieler glaubt, dass er die Schrecken, die er angerichtet hat, wieder gutmachen kann, wenn er seinen Plan nur durchführt und Cirk bei seiner Rache scheitern lässt. Er nimmt den jungen Mann mit auf seine Spielausflüge.

Es spielt auch eine kleine, aber noch wichtigere Rolle Tiffany Haddishin mit der mystischen La Linda, die eine Casino-Runde für den Karteninhaber und seine neue Reisebegleitung finanziert, zu den Weltmeisterschaften im Poker.

Taxifahrer Travis Bickle wurde vom Trauma des Vietnamkrieges gequält. Die irdische Hölle von Wilhelm Tell war das Gefängnis von Abu Ghraib und seine Folterkammern, die keinen ehemaligen Erzähler allein lassen.

Diesmal steht Schraders religiöse Reflexion im Hintergrund, obwohl die begangenen Sünden miteinander verwoben sind. Die düstere Bedeutung geht immer tiefer in Rache, Wiedergutmachung und insbesondere Reue. Der Regisseur und Drehbuchautor führt den Zuschauer mit einfachen Mitteln buchstäblich in die Hölle.

The Card Counter ist kein gutmütiger Film. Insbesondere die Rückschläge in den Gefängnisfolterkammern sind schockierend anzusehen.

Die langen statischen Bilder des Films betonen den Realismus, obwohl die Veranstaltungsorte meist Casinos sind, die alles andere als einfach sind, mit blinkenden Lichtern und rauschenden Spielautomaten. Als wirksames Mittel der Vergeltung verwendet Schrader etwas außergewöhnlich lange Kamerafahrten und ein alptraumverzerrendes Fisheye-Objektiv. Gegen Ende taucht man mit Hilfe der Lichter von Las Vegas in die Seite des Surrealismus ein, kehrt aber schließlich nach Bresson zurück. Die Szene ist eine der spektakulärsten in Schraders Karriere.

Der Regisseur spielt wieder mit verschiedenen Genres. Es gibt quälende Aufregung und erschreckende Gewaltausbrüche. Neben dem Horror wird auch ein romantischer Nebenplot mit seiner charakteristischen Bildsprache geboten.

Schrader interessiert sich immer noch nicht für traditionelle Charaktere, die entweder eindeutig gut oder schlecht sind. Der Stil des Films ist so autorenhaft wie er ist und sein kann. Seit fast 50 Jahren hat Schrader seinen Ausdruck so perfektioniert, dass er nicht stört oder sättigt.

Der seltene langweilige Trailer unten gibt ein völlig falsches Bild des Films. Wenn du Taxifahrer, First Reformed oder so magst Über den Joker, also ist The Card Counter sehr wahrscheinlich ein Film nur für Sie. Es erforscht weitgehend die gleichen Themen in der Tiefe und obligatorisch düster.

The Card Counter ist einer der besten Filme der Karriere eines 75-jährigen Veteranen. Hoffentlich geht Schrader trotzdem nicht in Rente, denn die Neuheit des kreativen Maestro ist ein völlig stillstehendes Werk, das einen zum Nachdenken über schwierige Themen zwingt.

DER KARTENZÄHLER

„Oscar Isaac spielt im Card Counter mit seinem Leben. Der schockierende Film beeindruckt Regisseur und Drehbuchautor Paul Schrader mit seinem eigenen, wiedererkennbaren Stil. ”


Source: Muropaketti.com by muropaketti.com.

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