Ramūnas Skaudžius: Wir bewegen uns in kleinen, aber sicheren Schritten in Richtung inklusiver Bildung

Die Umstellung wird alle Schulen betreffen, so dass die Öffentlichkeit natürlich andere Fragen haben wird: Müssen wirklich alle Kinder in gemeinsamen Klassenzimmern unterrichtet werden? Wird es genügend Fachkräfte in den Schulen geben oder können wir uns bis 2024 gut auf die globale Inklusion vorbereiten? Was ist das Schicksal der Sonderschulen?

In welcher Schule ein Kind erzogen werden soll, hängt die endgültige Entscheidung von den Eltern ab

Das geänderte Bildungsgesetz sieht vor, dass ab 2024 alle allgemeinbildenden Schulen Kinder mit unterschiedlichem Bildungsbedarf aufgrund von Hör-, Seh-, Intellektuellen-, Autismus-Spektrum-Störungen oder anderen Gründen aufnehmen müssen.

Sonderschulen bleiben jedoch erhalten. Auf Wunsch der Eltern (Erziehungsberechtigte, Betreuer) können sie Kinder mit hohem sonderpädagogischem Förderbedarf erziehen, die regelmäßige Gesundheits- und Sozialleistungen benötigen. Sonderschulen gibt es sogar in den fortschrittlichsten Ländern. Die Entscheidung über die Aufnahme ihres Kindes in eine Allgemein- oder eine Sonderschule treffen die Eltern in Absprache mit den Fachkräften des Städtischen Pädagogisch-Psychologischen Dienstes. Deshalb sagen wir nicht, dass die Inklusion 100 % sein wird. Wir glauben, dass der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen in der inklusiven Bildung in der Vorschule und in der Allgemeinbildung schrittweise steigen wird und wie folgt sein sollte: 2024 – 65 %; 2025 – 85 %; 2030 – 90 Prozent.

Mitarbeiterbereitschaft wird gestärkt

Für Kinder mit hohem und ganz besonderem sonderpädagogischem Förderbedarf werden Voraussetzungen für den Besuch einer allgemeinbildenden Schule geschaffen. Eine der Möglichkeiten ist ein integratives Klassenzimmermodell, das mehreren Schülern mit hohem Bildungsbedarf die Möglichkeit bietet, in einer allgemeinen Gruppe oder Klasse zu studieren. In einer solchen Klasse arbeiten mehrere Lehrkräfte, studentische Hilfskräfte (n) gleichzeitig, die Studierenden arbeiten die meiste Zeit mit anderen Schülern der Klasse zusammen, erhalten aber auch Einzelunterricht und die notwendige Unterstützung.

In den Kommunen werden sowohl stationäre als auch mobile Fachberatungsteams zur Verfügung stehen, um Schulleitungen, Lehrkräften und Schulbegleitern eine schnelle fachliche Beratung in komplexeren Fällen zu ermöglichen.

Praktische Schulungen zu inklusiver Bildung und den Prinzipien des universellen Designs werden für Schulverwaltungspersonal und Lehrer angeboten, um ein offenes Bildungsumfeld für alle Schüler zu schaffen.

Außerdem werden Sätze von methodischem Material für einzelne Schülergruppen mit sonderpädagogischem Förderbedarf entwickelt: Seh-, Hör-, Entwicklungs-, Verhaltens-, emotionale und intellektuelle Behinderungen. Es werden Schulungen für Teams von Lehrern und Fachkräften für Bildungsunterstützung, Spezialisten für pädagogisch-psychologische Dienste, organisiert.

Es ist geplant, beratende, methodische Hilfestellungen bei der Entwicklung inklusiver Bildung in Schulen einzubringen. In Abstimmung mit den Kommunen werden 10 Regionalzentren ausgewählt und entwickelt, deren Infrastruktur modernisiert, Fachkräfte mobilisiert und die notwendige Ausstattung bereitgestellt.

Es ist geplant, beratende, methodische Hilfestellungen bei der Entwicklung inklusiver Bildung in Schulen näher zu bringen

Geplant ist die Einrichtung einer Nationalen Methodischen Beratungsstelle für Kinder mit verschiedenen Entwicklungs- und anderen Störungen.

Geplant sind Maßnahmen zur Stärkung der Gehörlosenbildung durch die Entwicklung und Durchführung von Fortbildungsangeboten für Gehörlosenpädagogen, Gebärdensprachdolmetscher, gehörlose Lehrer und Lehrassistenten, um ihnen die Grundlagen der Gebärdensprache zu vermitteln und in die Gehörlosenkultur einzuführen.

Die Gehälter von Fachkräften für Bildungsförderung werden erhöht und neue Stellen geschaffen

Der Plan zur inklusiven Bildung sieht vor, dass je nach Bedarf und Angebot in Schulen und pädagogisch-psychologischen bzw. pädagogischen Betreuungsangeboten zusätzliche Stellen von pädagogischen Fachkräften eingerichtet werden, damit jeder Schüler die Hilfe erhält, die er benötigt. Bereits in diesem Jahr wurden rund 3,7 Millionen LTL aus dem Staatshaushalt an die Kommunen vergeben. 285 EUR für zusätzliche Lehrassistenten.

Seit September dieses Jahres ist die Kluft zwischen den Gehältern von Fachkräften für Bildungsförderung (Sonderpädagogen, Logopäden, Gehörlosenpädagogen, Psychologen, Sozialpädagogen) und Lehrern geschlossen: Das Durchschnittsgehalt von Fachkräften für Bildungsförderung ist um 22% gestiegen.

Da sich die Arbeitsbedingungen verbessern und die Gehälter steigen, sollten sich mehr Fachkräfte dafür entscheiden, in Schulen zu arbeiten. In diesem Jahr wurden 15 Studierende in den zweiten Studienzyklus Sozialpädagogik, 400 in den ersten Studienzyklus Psychologie, 15 in den zweiten Studienzyklus in Erziehungs- und Kinderpsychologie und 49 in beide Studiengänge in Sonderpädagogik aufgenommen. Wir hoffen, dass sie erfolgreich ihren Abschluss machen und zur Arbeit kommen.

Es ist geplant, die Prioritäten bei der Vergabe von staatlich geförderten Plätzen zu überprüfen, damit bis 2024. möglichst viele Fachkräfte ausgebildet werden.

Der Plan sieht vor, die Lehrpläne des Bildungsbereichs so zu aktualisieren, dass jeder zukünftige Pädagoge mindestens 6 Credits eines Kurses zur inklusiven Bildungsorganisation absolvieren wird, der das Verständnis der unterschiedlichen Bildungsbedürfnisse der Schüler und die Organisation der Bildung durch den Zugang zu universellem Lernen umfasst.

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Auch die Ausbildung von dualen Fachlehrern – Bachelor des Faches und Sonderpädagogik oder internationaler Verbundstudiengang – wird gestartet. Personen, die bereits über eine pädagogische Qualifikation verfügen, wird der Erwerb einer Sonderpädagogin, Logopädin, Typologin, Chirurgin oder sonstigen pädagogischen Fachrichtung angeboten. Es ist geplant, 700 solcher Lehrer auszubilden.

Das Schulumfeld wird sich ändern

Der Aktionsplan Inklusion bietet Leitlinien für das Schulumfeld, die auf universellen Gestaltungsprinzipien basieren. Die Empfehlungen werden mit Kommunen und Behindertenvertretungen abgestimmt und diskutiert.

Es ist geplant, während der Umsetzung der Projekte der auslaufenden EU-Förderperiode bis 2024, später über das Schuljahr 2021-2027, 36 vorschulische und allgemeinbildende Schulen nach den Prinzipien des Universal Designs zu sanieren. Die finanzielle Unterstützung der EU für den Zeitraum 2007-2013 wird die verbleibenden Bildungseinrichtungen modernisieren. Die Umgebung würde nicht nur für Schüler mit Mobilitätseinschränkungen, sondern auch für autistische Kinder mit sensorischen, emotionalen Störungen angepasst.

Für Schulen werden spezielle Schulungs- und technische Support-Kits erworben. Lehrer, Lehrassistenten und Fachkräfte in der pädagogischen Unterstützung werden in deren Anwendung geschult. Es ist auch geplant, einen elektronischen Katalog von Instrumenten zu erstellen, aus dem die Schulen die für sie geeigneten Instrumente auswählen können, insbesondere solche, die die Bildung von Schülern mit Seh- oder Hörbehinderungen erleichtern.

Es ist auch geplant, einen elektronischen Werkzeugkatalog zu erstellen, aus dem die Schulen die für sie geeigneten Werkzeuge auswählen können.

Wir betonen nicht die Behinderung des Kindes, sondern seine Fähigkeiten

In der Nationalen Agentur für Bildung arbeitet derzeit eine Arbeitsgruppe, die bis Ende des Jahres die Beschreibung des Verfahrens zur Einstufung des sonderpädagogischen Förderbedarfs aktualisieren und der Öffentlichkeit vorstellen wird. Das Dokument wird nach dem völlig neuen Grundsatz aktualisiert, dass nicht die medizinische Diagnose des Kindes, sondern die individuellen Fähigkeiten des Kindes als Grundlage für die Bestimmung der individuellen Fähigkeiten des Kindes herangezogen werden. Zum Beispiel haben wir ein bestimmtes Kind mit der Diagnose Autismus und ein weiteres Kind mit der gleichen Diagnose. Die pädagogische Unterstützung und Dienstleistungen, die diese beiden Kinder benötigen, können für jeden sehr unterschiedlich sein. Wir wollen uns mehr nicht auf die Behinderung des Kindes konzentrieren, sondern darauf, was ein bestimmtes Kind kann, was seine stärksten Fähigkeiten sind, welche Hilfen, welche Maßnahmen es fördern können.

Prüfungen werden ab diesem Schuljahr angewendet

Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf erleben diskriminierende Einstellungen, selbst wenn sie Reifeprüfungen ablegen. Manche Studierende entscheiden sich sogar für eine krankheitsbedingte Befreiung von Maturitätsprüfungen und legen diese nicht ab, weil es ihnen aufgrund organisatorischer Besonderheiten schwer oder gar nicht möglich ist, ihre Fähigkeiten auf Augenhöhe mit Gleichaltrigen unter Beweis zu stellen.

Die Situation wird sich während der nächsten Reifeprüfungssitzung ändern, nachdem der Minister für Bildung, Wissenschaft und Sport eine Anordnung zur Änderung der Organisation des PUPP und der Prüfungen unterzeichnet hat. Die Aufgaben der Reifeprüfungen und Basic Education Achievement Tests (PUPP) werden nicht nur wie bisher für Studierende mit Sehbehinderung, sondern auch für Studierende mit Hör-, Autismus-Spektrum und allgemeiner Lernbehinderung angepasst. Die Anforderungen an den Textumfang werden reduziert und die Bearbeitungszeit verlängert. Die Beurteilungsvoraussetzungen werden entsprechend den von der Behinderung betroffenen Studierenden angepasst.

Die Aufgaben zur Texterstellung umfassen spezielle Eingaben, Pläne und Leitfragen. Numerische Verständnisaufgaben werden auf ein Drittel gekürzt und Fragen entsprechend angepasst. Die Größe des zu erstellenden Textes wird ebenfalls reduziert. Neu ist auch, dass für Studierende mit unterschiedlichen Entwicklungsstörungen (zB Autismus-Syndrom) die Aufgabenform PUPP, Litauischer Sprach- und Literaturtest und Reifeprüfung unter Berücksichtigung des Zertifikats des Pädagogisch-Psychologischen Dienstes individuell angepasst werden kann.

Die Aufgaben zur Texterstellung umfassen spezielle Eingaben, Pläne und Leitfragen.

Die gesetzten Ziele, die zugewiesenen Mittel, die geplanten Arbeiten gehen weiter – ich glaube, dass wir alle mit vereinten Kräften zum geplanten Zeitpunkt bestmöglich vorbereitet sein werden. Das Wichtigste ist, die Schulen nicht allein zu lassen, alle Fragen von Schulleitern, Lehrern, Eltern zu beantworten, denn ohne Schulleiter, ohne Vorbereitung und Unterstützung der Lehrer, ohne die positive Einstellung der Schulgemeinschaften werden alle Maßnahmen und Mittel nicht wirksam sein.


Source: 15min.lt – suprasti akimirksniu | RSS by www.15min.lt.

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