Peugeot e-Rifter GT Electric / Geräumiger Familienhelfer

Peugeot bietet als einer der wenigen Automobilhersteller in Europa neben klassischen Pkw-Elektroautos ein komplettes Portfolio an gewerblichen Elektromodellen und daraus oft abgeleiteten Großraum-Pkw an.

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So auch bei den Schwestermodellen e-Partner, deren persönliche Version als e-Rifter bezeichnet wird. Wie der Partner ist der Rifter nicht nur als Elektro-, sondern auch als Verbrennerversion mit Benzin- oder Dieselantrieb erhältlich und Sie können ihn in der Standard- oder um 350 mm verlängerten Langversion haben. Wir durften den e-Rifter in der höchsten GT-Ausstattung mit einer Serienlänge von 4403 mm in einer Fünfsitzer-Anordnung testen. Es ist interessant, dass er auch in dieser kürzeren Version 7 Sitze haben kann, aber dann bleibt nur sehr wenig Gepäckraum übrig, also ist es im Falle einer siebensitzigen Anordnung besser, die lange Version zu wählen.

Der Peugeot e-Rifter ist zunächst einmal ein sehr geräumiges Fahrzeug, konzipiert für die Familie, aber auch fürs Geschäft. In der hinteren Reihe stehen drei vollwertige Sitzplätze zur Verfügung, was das Fahren dank der extra breiten Kabine sehr komfortabel macht. Vorne könnte es genauso sein, aber leider ist die Mittelkonsole im Kniebereich aus unerklärlichen Gründen so breit ausgeführt, dass man hier enger sitzt als im 208 (ich meine natürlich größere Zahlen). Es ist sehr schade, aber es ist wahrscheinlich eine Folge der Vereinheitlichung mit Verbrennungsversionen. Dies ist jedoch wahrscheinlich das einzige Manko, über das es sich zu sprechen lohnt. Die überdurchschnittlich hohe Kabine mit Panoramadach, die über die Fondpassagiere hinausragt, nutzte der Hersteller für zusätzliche Stauräume – vorn über den Sonnenblenden, ähnlich wie bei Vans, und hinten, wo Über dem Gepäckraum befindet sich eine große Kiste mit zwei Türen, die über den Rücksitzen sowie von der Rückseite des Gepäckraums aus zugänglich sind. Das Panoramaglas kann mit einem elektrischen Rollo abgedunkelt werden. In der Mitte befindet sich eine sich über die gesamte Länge erstreckende Lampe aus milchigem Plexiglas, durch die tagsüber Tageslicht scheint und nachts die diffuse Beleuchtung der Kabine eingeschaltet werden kann. Als Idee ist es ausgezeichnet, aber die Umsetzung ist schlechter. Das Licht lässt sich nur umständlich über das Menü steuern, zudem lässt sich die Helligkeit verändern. Leider werden kaltweiße LEDs verwendet, die sich stark von allen anderen Beleuchtungen abheben, einschließlich des Exterieurs, das ganz auf klassischen Glühbirnen basiert. Zudem reicht das Licht bis ganz nach vorne, sodass es nachts auch bei geringster Helligkeit ablenkend auf den Fahrer wirkt, insbesondere beim Abbiegen oder Beobachten der rechten Fahrzeugseite. Nicht zuletzt würde es reichen, wenn das Licht zumindest einen eigenen Schalter hat. Ansonsten bewerte ich aber Kabine und Ausstattung positiv. Auch die beiden Schiebetüren für die Fondpassagiere gefallen mir sehr gut. Es ist eine viel praktischere Lösung als klassische Türen. Das Konzept des Armaturenbretts wurde von Peugeot-Passagiermodellen übernommen, daher finden Sie hier das i-Cockpit – eine digitale Instrumententafel mit anpassbaren Grafiken und einem großen Display des Multimediasystems. Es funktioniert mit der neuen Infotainment-Generation, sodass Sie keine toten Zonen mehr an den Rändern des Displays finden, die nur die eingestellte Temperatur der Klimaanlage anzeigten. Das Multimediasystem unterstützt Smartphone-Verbindungen über MirrorScreen-, Apple CarPlay- und Android Auto-Technologien. Außerdem liefert der Hersteller das Fahrzeug mit der mobilen Applikation Free2move aus, die unter anderem den Zugriff auf mehr als 220.000 Ladestationen in ganz Europa ermöglicht, sowie ein Tool zur Planung längerer Fahrten unter Berücksichtigung der aktuellen Reichweite und der Möglichkeit des Mitladens die Strecke. Die Assistenten werden sich über automatisches Quer- und Längseinparken freuen, Abstandsregeltempomat wäre sinnvoll, ist aber nur gewöhnlich, die Spurführung nur passiv. Es gibt eine erweiterte Verkehrszeichenerkennung, eine Überwachung der Aufmerksamkeit des Fahrers und ein automatisches Fernlicht. In puncto Elektroautos findet man hier aber keine weiteren LEDs, außer Tagfahrlicht gibt es nur den Halogenklassiker. Nun, die Lichter leuchten ganz gut.

Der Peugeot e-Rifter basiert auf der modularen Plattform EMP2 (Efficient Modular Platform), die den Einsatz verschiedener Antriebsarten ermöglicht. Das Antriebssystem ist das gleiche wie bei den Van-Modellen e-Expert oder e-Traveler, jedoch im Gegensatz zu diesen immer nur mit einer 50-kWh-Batterie ausgestattet, von der 45 kWh genutzt werden. Der Elektromotor hat eine maximale Leistung von 100 kW und ein maximales Drehmoment von 260 Nm. Im Vergleich zu den Pkw-Modellen e-208 und e-2008 wurde das Untersetzungsgetriebe modifiziert, um die Art und Weise, wie Nutzfahrzeuge beladen werden, stärker zu berücksichtigen. Das Fahrzeug erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h und beschleunigt in 11,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Thermoregulierung der Batterie ist mit dem Kühl- und Heizkreislauf in der Kabine verbunden und ermöglicht schnelles Laden, optimierte Reichweite und verlängert die Lebensdauer der Batterie. Zur Serienausstattung gehört ein Drehstrom-Ladegerät mit einer Leistung von 11 kW, mit dem Sie die Batterie in ca. 5 Stunden aufladen können, wobei ein 16-A-Drehstromanschluss ausreicht. Zur Ausstattung gehört auch DC-Laden mit einer Leistung von bis zu 100 kW, mit dem Sie die Batterie an einem Ladegerät mit solcher Leistung in nur 30 Minuten auf 80 % Kapazität aufladen können. Die Garantie für die Batterie beträgt 8 Jahre oder 160.000 Kilometer für die Restkapazität in Höhe von 70 % der ursprünglichen Kapazität. Das Fahrzeug bietet eine Reichweite von 275-279 km nach WLTP-Zyklus im kombinierten Fahren und bis zu 416 km im Stadtverkehr. Im Test haben wir im kombinierten Zyklus eine Reichweite von 285 km erreicht. Der Verbrauch schwankte zwischen 15,9 kWh in den Landkreisen und 23 kWh auf der Autobahn, was keine schlechten Werte sind.

Peugeot e-Rifter ist kein Auto für häufige lange Fahrten, seine Zielgruppe sind regelmäßige Familienfahrten zur Arbeit, zur Schule und auf Reisen. Das heißt natürlich nicht, dass man damit nicht einmal im Jahr ans Meer fahren kann, aber angesichts des fehlenden adaptiven Tempomats und der geringeren Reichweite wird es nicht so komfortabel sein. Das Auto ist jedoch sehr angenehm, geräumig und praktisch für den Familienalltag. Er wird auch im Geschäft sehr gute Dienste leisten, er ist so ein ehrlicher Arbeiter. Die Ausstattung ist für diese Kategorie überraschend reichhaltig, obwohl einige Details verbessert werden könnten. In Anbetracht des günstigen Preises kann man das aber verzeihen.

GEREIZT:

• Verbrauch im Test (kWh/100 km): 15,9 – 23
• Testreichweite (km): 285
• AC-Ladeleistung am 11-kW-3f-Ladegerät (kW): 11
• AC-Ladeleistung am 22-kW-3f-Ladegerät (kW): 11
• max. DC-Ladeleistung, 50-kW-Ladegerät (kW): 50
• Ladezeit 10-80 % (min): 48
• max. DC-Ladeleistung UFC-Ladegerät 350 kW (kW): 96
• Ladezeit 10-80 % (min): 29

Spezifikationen:

• Batteriekapazität 50 kWh, nutzbar 45 kWh, Frontantrieb, Motorleistung 100 kW, 260 Nm, DC-Ladung max. 100 kW, AC 11 kW 3f, CCS-Steckdose, Beschleunigung von 0 auf 100 km/h 11,7 s, max. Geschwindigkeit 130 km/h, WLTP-Reichweite 275-279 km

FÜR UND WIDER:

+ Schnelles Laden, hochwertiges Chassis, technologische Ausstattung, Wirtschaftlichkeit im Betrieb
– Es hat keinen adaptiven Tempomat

• Modellpreis ab (mit MwSt.): 32 290 EUR
• Geprüftes Fahrzeug (mit MwSt.): 38 590 EUR

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Source: Nextech by www.nextech.sk.

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