Muguruza befürchtet, dass die Wahrheit über Peng Shuai niemals ans Licht kommen wird


Der spanische Tennisstar Garbiñe Muguruza befürchtet, dass nie ganz klar sein wird, was im vergangenen Jahr mit Peng Shuai passiert ist. Anfang November hatte der 36-jährige Chinese dem ehemaligen Vize-Premierminister Zhang Gaoli sexuellen Missbrauch auf dem sozialen Medium Weibo vorgeworfen. Ihre besorgniserregende Nachricht verschwand bald aus dem Internet und mehr als zwei Wochen hörte man nichts mehr von dem Tennisstar.

“Wir sind jetzt mehrere Monate weiter. Ich dachte einen Moment lang, dass wir herausfinden würden, was los ist, aber jetzt denke ich, dass es sehr schwierig sein wird, die Wahrheit zu erfahren”, sagte Muguruza vor den Australian Open. “Es wird ihr auch sehr schwer fallen, frei zu sprechen. Es ist ein kompliziertes Land.” Der 28-jährige Spanier ist die Nummer 3 der Welt und gewann Ende letzten Jahres die WTA Finals in Mexiko.

Von Peng Shuai hörte man im November eine Weile nichts, nachdem sie ihre Vorwürfe erhoben hatte. Es löste den Hashtag #WhereIsPengShuai in den sozialen Medien aus. Unter anderem forderten der Tennisverband WTA, das Weiße Haus und die Vereinten Nationen China auf, die Situation des Doppelspezialisten zu klären, der zwei Grand-Slam-Turniere gewann. Die WTA kontaktierte Peng Shuai zunächst per E-Mail, bezweifelte aber, ob sie diese Nachrichten selbst verfasst hatte. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte Ende November berichtet, Präsident Thomas Bach habe per Videoschaltung mit den Chinesen gesprochen, was die Bedenken jedoch nicht zerstreute.

Daraufhin beschloss die WTA, alle Turniere in China vorerst abzusagen. Seitdem sind einige Fotos und Videos von Peng Shuai durch chinesische Medien aufgetaucht, die zeigen mussten, dass es ihr gut geht. In einem Interview mit einer chinesischsprachigen Zeitung berichtete der Tennisstar, dass sie sich frei bewegen könne. Sie bestritt, jemanden des sexuellen Übergriffs beschuldigt zu haben.

Die Besorgnis der WTA über die Situation von Peng Shuai bleibt groß. „Wir sind nach wie vor zutiefst besorgt über ihr Wohlergehen und ihre Fähigkeit, ohne Zensur oder Zwang zu kommunizieren“, sagte die WTA Ende letzten Jahres. „Wir bleiben standhaft in unserer Forderung nach einer vollständigen, fairen und transparenten Untersuchung ihres Vorwurfs des sexuellen Übergriffs ohne Zensur.“ Peng Shuai hat Anfang 2020 ihr letztes Match auf der WTA Tour bestritten. Bei den Australian Open in der kommenden Woche wird sie fehlen.

ANP

Source: RTL Nieuws by www.rtlnieuws.nl.

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