MEINUNG: China? Sein wirklicher Einfluss schwinde, sagen Politologen. Sie erwähnen auch die Tschechische Republik


Die Fanfaren verstummten

Über die Turbulenzen, die durch die Gründung des umstrittenen Verteidigungsbündnisses Australien, Großbritannien und den Vereinigten Staaten (AUKUS) ausgelöst wurden, und deren Auswirkungen auf Frankreich und das transatlantische Bündnis ist viel geschrieben worden, sagen Politologen. Sie weisen darauf hin, dass den Folgen für China und seiner Reaktion auf den Pakt dagegen bereits weniger Beachtung geschenkt wird.

Ebenso sagt die Reaktion anderer Länder in der Region viel über Chinas internationale Position aus, sagen die Autoren des Kommentars. Sie halten es für wahrscheinlich, dass wir die Gegenwart am Ende nicht nur als den Moment wahrnehmen, in dem US-Präsident Joe Biden die US-Außenpolitik endgültig auf Asien lenkte, sondern als vorübergehenden Höhepunkt Pekings auf der Weltbühne.

Eines ist klar, Pekings Einfluss schwindet derzeit“, schreiben die Wissenschaftler. Als klares Beispiel nennen sie den schwachen Nutzen von Chinas zentralem Infrastrukturprojekt Neue Seidenstraße, bei dem Investitionen von Äthiopien nach Deutschland und Island in den Südpazifik zunächst diplomatischen Optimismus weckten, in Wirklichkeit aber langsam und ohne die positive Atmosphäre, die die Gründungsphase begleitete.

Chinas ausländische Investitionen in die Neue Seidenstraße sind in komplexe lokale Verhandlungen und wechselnde geopolitische Koalitionen verstrickt, meinen Mayer und Kavalski. Vor allem in Mittel- und Osteuropa sei politisches Kalkül ins Spiel gekommen und die Fanfare des “Wohlstandsblocks” sei abgeklungen.

Peking befindet sich derzeit in unangenehmen bilateralen Auseinandersetzungen mit Tschechien, vor allem aber mit Litauen, das mittlerweile als antichinesischer Ministerpräsident gilt, betonen Politologen. Sie weisen jedoch darauf hin, dass China überall in Europa in einer prekären Lage sei und die britische Regierung auch chinesische Unternehmen vom Bau eines Atomkraftwerks im Wert von 20 Milliarden Pfund an der Küste von Suffolk ausgeschlossen habe.

Die EU, die versucht hat, sich aus dem geopolitischen Kampf zwischen den USA und China herauszuhalten, hat kürzlich das Global Gateway-Projekt gestartet, um mit der Neuen Seidenstraße zu konkurrieren, sagen Experten. Besorgt seien auch chinesische Beobachter über den Ausgang der jüngsten deutschen Wahlen, der zu einer Neubewertung des strategischen Denkens Berlins gegenüber China führen könnte.

Auch tiefere Dinge machen sich Sorgen um die chinesische Diplomatie, “Mayer und Kavalski fahren fort. Sie glauben, dass Chinas Beziehungen zur Welt unter einem Mangel an Vertrauen leiden, da Peking das Prinzip der Nichteinmischung in die Politik anderer Länder aufgibt und derzeit ständig Druck auf Staaten ausübt, deren Ansichten nicht mit Chinas Position übereinstimmen, ihre Linien zu ändern .

Norwegen, Südkorea, Litauen und Australien seien Ziel des chinesischen Wirtschaftsdrucks gewesen, und es sei jetzt für Peking schwierig, Worte von “gemeinsamem Schicksal” und “Harmonie” mit hartnäckiger Außenpolitik und angespanntem Nationalismus in Einklang zu bringen, sagen Politikwissenschaftler. Ein weiteres Problem ist die chinesische Diplomatie als “Wolfskrieger”, in der aggressive Aktionen stattfinden, um Chinas Image zu schädigen.

Es gibt keinen neuen Kalten Krieg

Die positive Wahrnehmung des chinesischen Staates in der Welt schwinde, was für Peking eine Herausforderung darstelle, die durch die Enthüllung verschärft werde, dass China die Weltbank aktiv dazu dränge, ihr Wirtschaftsrating zu fälschen, so Mayer und Kavalski. Aus diesem Grund sehen sie in Pekings Reaktion auf AUKUS ein weiteres Beispiel für die begrenzte Reichweite seiner diplomatischen Instrumente.

Chinesische Politiker, Experten und chinesische Medien hätten Australien kopflos mit dem Ziel eines Atomangriffs gedroht, falls sie US-Atom-U-Boote erwerben würden, erinnern sich die Autoren des Kommentars. Laut ihnen hat AUKUS bekannt gegeben, dass Peking keine Verbündeten hat, die sich seinen Protesten und Drohungen anschließen könnten – Russland reagierte sehr unterschiedlich auf den Pakt, das Bündnis erhielt direkte Unterstützung von Indien, Japan, Singapur und den Philippinen, mit keinem Land in Chinas Nachbarschaft außer Malaysia. sie griff nicht auf Alarmismus zurück.

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Politikwissenschaftler sehen die Situation als Mahnung, dass Chinas militärische Ambitionen nicht durch Soft Power und regionale Legitimität unterstützt werden und Peking abgesehen von nuklearen Bedrohungen und wirtschaftlichem Druck nicht viele gangbare Optionen hat, um dem AUKUS-Bündnis oder der Erweiterung des Bündnisses zwischen den Vereinigten Staaten zu begegnen , Indien, Japan und Australien. Gleichzeitig habe China kaum eine Chance, dem umfassenden und progressiven transpazifischen Partnerschaftsabkommen beizutreten, fügten Wissenschaftler hinzu.

Die Auswirkungen der Dämmerung auf CO2-Energie und himmelhohe Energiepreise zeigen auch, wie fragil Chinas Energiesicherheit ist, betonen Mayer und Kavalski. Sie sehen die Energieabhängigkeit des Landes nicht in weiter Ferne, da Peking keine andere Wahl hat und sich auf die globalen Energiemärkte verlassen muss, um die Stromversorgung und Fabriken zu sichern.

In den letzten Wochen hat China sogar ein Importverbot für australische Kohle aufgehoben und bereitet große Käufe von Flüssigerdgas aus den USA vor, sagen Politologen. Daraus schließen sie, dass die Behauptungen über den Beginn eines neuen Kalten Krieges zwischen Washington und Peking realistisch überdacht werden müssen.

Der Kalte Krieg braucht zwei starke Protagonisten, die auf der Weltbühne agieren können, „Die Autoren betonen die Kommentare. Ihnen zufolge wächst China wirtschaftlich, militärisch und technologisch, aber in Wirklichkeit ist dieser vermeintlich aufstrebende Hegemon verwundbarer und isolierter, als er darzustellen versucht.


Source: EuroZprávy.cz by eurozpravy.cz.

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