Die Interpellation wurde von allen anwesenden Abgeordneten der größten Oppositionspartei SDS unterstützt, die sie auch vorschlugen. Die Mehrheit der anwesenden NSi-Abgeordneten stimmte ebenfalls dafür. Inzwischen wurde die Ministerin bei ihrer Arbeit von allen anwesenden Abgeordneten der Koalition sowie dem Abgeordneten der italienischen Volksgemeinschaft unterstützt Felice Žiža.

Fast 13 Stunden dauerte die Debatte über die Interpellation des Innenministers in der Nationalversammlung. Abgeordnete von Oppositionsparteien kritisierten den Minister unter anderem für die Schaffung einer durchlässigen Grenze, die Abschaffung der Autobahnpolizei und die Ausübung von Druck auf die Polizei in der Fotopub-Affäre. Den Ministern wurde unter anderem vorgeworfen, illegale Migranten nach Slowenien eingeladen zu haben, indem sie Stacheldraht und Zaun an der Südgrenze entfernt und damit die Sicherheit der slowenischen Bürger gefährdet hätten.


Andererseits betonten die Abgeordneten der Koalition, die Anfrage sei unbegründet, unnötig, voller Lügen, und sie warfen auch der Opposition vor, die Öffentlichkeit damit in die Irre zu führen. Im Gespräch lobten sie die Arbeit der Ministerin und stellten fest, dass sie den Ruf der Polizei wiederherstelle. Auch die Entfernung des Drahtes an der Südgrenze sei ein großer zivilisatorischer Fortschritt, so die Koalition, und sie begrüßten, dass der Minister ein neues Paradigma im Umgang mit Flüchtlingen schaffe.

Auch Minister Bobnar wies die Vorwürfe in der Debatte wiederholt zurück. In Bezug auf die Behauptungen der Opposition, dass die Entscheidung zur Entfernung des Stacheldrahts an der Südgrenze zu einer Verschlechterung der Sicherheitslage an der Südgrenze geführt habe, betonte sie, dass die Zahl der Straftaten in den Grenzgemeinden in diesem Jahr zurückgehe, und versicherte auch, dass dies der Fall sei Die slowenische Polizei bereitet sich seit mehreren Jahren auf den Beitritt Kroatiens zum Schengen-Raum vor. Dazu hat die Polizei eine Strategie für die Arbeit nach dem Beitritt Kroatiens zum Schengen-Raum ausgearbeitet, die auch der Regierung in den kommenden Tagen bekannt sein wird.

Die slowenische Polizei sorgt für Sicherheit, alles andere ist Manipulation,“ betonte die Ministerin unter anderem. Als unwahr bezeichnete sie unter anderem die Aussagen, dass die Polizei Wirtschaftskriminalität nicht ermittle. In Bezug auf die Fotopub-Affäre betonte sie, dass der Fall einen Nachwort bei der Polizei und mehrere Kriminelle habe Im Zusammenhang damit wurde Anklage erhoben.