In Europa wurde ein neuer Supercomputer übergeben

Brüssel investiert eine Milliarde Euro in Hochleistungsrechner und wir haben bereits erste Ergebnisse. Der schnellste Computer der Welt steht bald in Deutschland. Die Europäische Union feiert sich als neue „Supermacht“ der Branche.

Im Rennen um Supercomputer hat die EU die Vereinigten Staaten von Amerika eingeholt, denn in Bologna wurde der viertschnellste Computer der Welt in Betrieb genommen. DAS Leonardo benanntes Gerät hat eine Rechenleistung von 250 Petaflops. Das System wurde vom französischen IT-Unternehmen Atos gebaut und basiert auf der Bullsequana XH2000-Architektur. Es verwendet zwei Hauptcomputermodule namens Booster und Data Centric, die in der Lage sind, unterschiedliche Arbeitslasten zu bewältigen. Ersterer wird später weiterentwickelt, wenn Intels Sapphire Rapids Xeon Scalable-Prozessoren der vierten Generation verfügbar werden, die nächstes Jahr erwartet werden.

Leonardo kann auch für die anspruchsvollsten Aufgaben wie Biomedizin, Modellierung des menschlichen Gehirns und Entwicklung künstlicher Intelligenz eingesetzt werden. Es ist mit rund 3.500 Intel Xeon Prozessoren und 14.000 Nvidia A100 Grafikchips ausgestattet. In Zukunft kann die Ausrüstung durch die Integration von Quantenprozessoren beschleunigt werden. Im Juni wurde der drittschnellste Computer der Welt im finnischen Kajaani auf den Markt gebracht. Die Leistung von LUMI liegt bei 309 Petaflops. Im nächsten Frühjahr könnte Marenostrum 5 folgen, das in das Barcelona Supercomputing Center umziehen wird. Marenostrum 5 wird ebenfalls von Atos gebaut. Leonardo und Lumi werden unterschiedliche Architekturen haben: Der Hersteller wird Intels Sapphire Rapids-Prozessoren mit Nvidias Grace-Chips kombinieren, wodurch sie besser für allgemeine Computer- und künstliche Intelligenzaufgaben geeignet sind.


Europas erster Exascale-Computer ist für Ende 2023 geplant steht dann in Betrieb. Der Supercomputer der nächsten Generation – Projektname Jupiter – wird eine Leistung von mehr als tausend Petaflops erbringen und kann sofort den ersten Platz einnehmen. Wo jetzt Frontier in Kalifornien ist, gefolgt von Fugaku in Japan. „Jupiter wird wahrscheinlich noch schneller sein als Frontier“, sagte ein EU-Beamter.

Jupiter wird am Jülich Supercomputing Centre (JSC) in Deutschland angesiedelt sein. Die amerikanischen Spezialisten des Argonne National Laboratory arbeiten jedoch bereits an ihrem neuen, leistungsstärkeren Exascale-System Aurora als Nachfolger von Frontier, das sich aufgrund von Problemen mit Intel Sapphire Rapids-Prozessoren noch verzögert. Die Dienste der EuroHPC-Supercomputer werden über die Cloud verfügbar sein. Alle Computer werden durch eine HPC-Infrastruktur mit Terabit-Konnektivität verbunden. Bei EuroHPC spricht man nicht ohne Stolz von einem „ziemlich beeindruckenden Netzwerk“.

Die europäische Strategie scheint sich ausgezahlt zu haben: 2018 gründeten die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten das European High Performance Computing Joint Undertaking (EuroHP Joint Undertaking). Mit der Unterstützung von einer Milliarde Euro – die zur Hälfte aus der Europäischen Union und zur Hälfte aus nationalen Haushalten kommt – soll der Kontinent im Bereich der Supercomputer zu den Top Ten gehören. “Wir sind jetzt eine Computer-Supermacht” – hervorgehoben ein hochrangiger Beamter der Europäischen Union.


Die Rechenleistung von Jupiter, Leonardo et al. wird europäischen Wissenschaftlern zur Verfügung gestellt, die sie beispielsweise für komplexe Langzeitberechnungen des Weltklimas oder für die medizinische Forschung nutzen können. Supercomputer wurden auch verwendet, um Impfstoffe gegen das Coronavirus zu entwickeln. Auch für das Training künstlicher Intelligenz sind Geräte unverzichtbar. Der Zugriff auf Geräte erfolgt nach bestimmten Prioritäten. Die Hälfte der Kapazität ist für europäische Projekte reserviert, der Rest wird auf nationaler Ebene verteilt. In Europa übersteigt die Nachfrage nach Rechenleistung das Angebot deutlich, doch ab 2024 sollen europaweit 3.000 Petaflops verfügbar sein.

Die Hardware europäischer Supercomputer stammt entweder von der amerikanischen HP oder der französischen Firma Atos. Parallel dazu ist bereits der nächste Technologiesprung im Gange: Im Oktober kündigte die Europäische Kommission an, in der zweiten Jahreshälfte 2023 an sechs Standorten Quantencomputer in Betrieb zu nehmen. Sie würden in das Supercomputer-Netzwerk integriert und so die Rechenleistung erhöhen. Die Hard- und Software kommt ausschließlich aus der EU.


Source: SG.hu Hírmagazin by sg.hu.

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