GS1-Identifikation und Daten für den Produktpass Ihrer Kleidung

Haltbarkeit. Kein Unternehmen kann es ignorieren. Gut zu sehen, dass unter anderem C & A, H & M, Nike, De Bijenkorf und WE Fashion im Sustainable Brand Index 2020 enthalten sind. Nachhaltigkeit ist für Unternehmen zunehmend ein Grundprinzip. Und glücklicherweise wollen Verbraucher zunehmend Kleidung mit einem nachhaltigen Etikett. Aber warum wollen Sie mitten in der Koronakrise über einen nachhaltigen zirkulären Modesektor sprechen? Wie GS1 helfen kann, indem Identifikation und Daten verwendet werden, um den zirkulären Lebenszyklus von Kleidung akribisch abzubilden.

Menschen tippen häufiger Begriffe wie Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung von Unternehmen oder Nachhaltigkeit ein. Logischerweise sind die Folgen der Klimakrise fast täglich in den Nachrichten. Im Moment müssen wir gemeinsam etwas ändern: die derzeitige Wirtschaft – basierend auf Wachstum, Kauf und Wegwerfen – in eine Kreislaufwirtschaft verwandeln.

Zeit für einen Wechsel zu einem nachhaltigen Ertragsmodell

Es ist sicherlich keine leichte Zeit für eine Veränderung. In einer Krisenzeit wechseln Sie in den Überlebensmodus. Aufgrund der Koronakrise und möglicherweise des Bankrotts herrscht kurzfristig. Geschäfte sind geschlossen, fast nichts wird verkauft. Denken Sie nur an den Bestand, der jetzt im Lager schwindet. Es gibt jetzt nur noch wenig Kapazität und Investitionsspielraum, um an diesem Thema zu arbeiten. Aber es lohnt sich immer noch, anzuhalten und nach vorne zu schauen. Wie lange können wir mit der derzeitigen Arbeitsweise fortfahren? Die Überproduktion, der hohe Kleidungsverbrauch, der schnelle Umsatz und die schnelle Entsorgung der Kleidung. 21,5 Millionen Kleidungsstücke werden nicht jährlich verkauft. Dies bedeutet einen Umsatzverlust von rund 315 Millionen Euro. Und jedes Jahr werden 1,23 Millionen Stücke zerstört. Es geht um große Mengen, niedrige Preise und viel Wettbewerb. Irgendwie wird der Preis bezahlt. Nur weil etwas billig ist, heißt das nicht, dass es wenig kostet. Diese Krise lässt uns auch über Lösungen nachdenken, die wir finden müssen, um die Kette nachhaltiger und kürzer zu machen.

Transparenz ist ein Mittel zur Veränderung, nicht das Endziel

In der Gesellschaft ist eine Bewegung im Gange, in der immer mehr Verbraucher erwägen, nachhaltigere Produkte anstelle der billigsten zu kaufen. Es wächst die Erkenntnis, dass dies nachhaltiger möglich ist und sein muss. Dies durchdringt natürlich auch die Modefirmen. Wird es nach der fliegenden Schande eine Schande über die Kleidung geben? Hier können Sie wirklich etwas bewirken.

Wo fängst du an? Für einen echten Kreislaufwirtschaft Sie benötigen eine enorme Datenmenge. Zum Beispiel, um Ihren Kunden gute und vollständige Informationen über Nachhaltigkeit zu liefern. Sie können bereits eine Reihe von Nachhaltigkeitsmerkmalen in den GS1 Fashion Base-Datenpool aufnehmen und so Nachhaltigkeitsinformationen zu Ihrer Kleidung bereitstellen. Natürlich muss man diesem „Nachhaltigkeitsanspruch“ gerecht werden können. Wenn Sie als Unternehmer jedoch sagen können, dass Sie mit Ihrer Kleidung nachhaltig arbeiten, machen Sie bereits einen messbaren Unterschied.

Der Weg zu mehr Transparenz

Transparenz ist kein Allheilmittel, um die vielen komplexen Probleme der globalen Modebranche zu lösen. Es gibt Aufschluss darüber, wie und wo unsere Kleidung hergestellt wird, und ermöglicht es uns, den Kettenprozess genauer zu betrachten. Daten sind der Schlüssel zur Kreislaufwirtschaft. Und dann geht es darum, die Kleidungsstücke korrekt und korrekt identifizieren zu können und dann zuverlässig Produktdaten darüber auszutauschen. Wenn Sie Kleidung recyceln möchten, müssen Sie wissen, welche Fasern oder Farbstoffe darin enthalten sind und wie der Färbeprozess stattgefunden hat, um zu wissen, ob Sie sie mechanisch oder chemisch recyceln können. Kurz gesagt, GS1-Standards können nützlich sein, um alle Schritte in der Kette akribisch aufzulisten und den gesamten Lebenszyklus eines Produkts abzubilden.

Der elektronische Produktpass

Verbraucher wünschen sich gute Produktinformationen, die auch einen Einblick in den Grad der Nachhaltigkeit geben. Dies entwickelt sich bereits positiv, aber die Frage ist, ob es schnell genug geht. Wir leben in einer Zeit, in der wir erkennen, dass wir bestimmte Prozesse ändern müssen. Die Europäische Kommission unternimmt auch Schritte, um die Ziele des Green Deal zu erreichen. Schließlich möchte Europa “eine bessere Verfügbarkeit von Informationen über die Merkmale der in der EU verkauften Produkte”.

Beispielsweise muss ein „elektronischer Produktpass“ in der Lage sein, Informationen über die Herkunft eines Produkts, die Zusammensetzung, die Reparatur- und Demontagemöglichkeiten und deren Verarbeitung bis zum Ende seiner Nutzungsdauer bereitzustellen. Identifizierung und Rückverfolgbarkeit sind von großer Bedeutung, um einen optimalen Kreislaufprozess zu erreichen. Gemeinsam mit Unternehmen versuchen wir mit GS1 die Transparenz in der Kette zu verbessern, um den Sektor nachhaltiger zu gestalten. GS1 ist natürlich nur ein kleines Glied im Gesamtbild, aber wir stellen fest, dass Unternehmen den Gewinn und die Notwendigkeit dieser Entwicklung in Richtung mehr Nachhaltigkeit sehen.