Fisch auf Rädern | Wissenschaft und Leben

Wir sprachen schon einmal über Ratten, denen das Fahren beigebracht wurde – die Ratten saßen in einer Plastikkiste auf Rädern, die man durch Greifen mit den Zähnen an einem Kupferdraht steuern konnte. Und jetzt in Verhaltensforschung des Gehirns ein weiterer Artikel wird im gleichen Sinne veröffentlicht, nur wird das Auto jetzt nicht von Ratten, sondern von Goldfischen gefahren.

Forscher aus Ben-Gurion-Universität stellte das Aquarium auf Räder und stattete es mit einer speziellen Kamera aus, die die Bewegungen der Fische überwachte. Wenn ein Fisch an eine der Wände des Aquariums schwamm und mit der Nase daran stocherte, gab die Kamera dem Motor ein Signal, sich in die Blickrichtung des Fisches zu bewegen. Wenn der Goldfisch die Richtung änderte, signalisierte die Kamera dem Motor auch, die Richtung zu ändern.

In dem Raum, in dem das Aquarium ritt, war an einer der Wände ein rosa Brett angebracht, zu dem die Fische vorfahren sollten. Wenn sie die richtige Richtung wählten, bekamen sie ein Leckerli. Es gab zwölf Unterrichtsstunden zu je einer halben Stunde. Es gab nur sechs Fische, und am Anfang waren es durchschnittlich etwa 2,5 richtige Trips, aber bei den letzten Lektionen waren es schon 17,5 davon. Außerdem wählten die Fische am Ende des Trainingskurses schneller und genauer die richtige Richtung (obwohl die „Fahrer“ unter ihnen andere, fähigere und weniger fähige waren).


(Иллюстрация: Shachar Givon, Matan Samina, Prof. Ohad Ben Shahar, Prof. Ronen Segev / Ben-Gurion University)

In den ersten Experimenten ritten die Fische aus der Mitte des Raumes auf das rosa Brett zu. Dann wurde der Versuch kompliziert: Das Aquarium wurde hier und da aufgestellt, aber die Fische verstanden sich trotzdem zu verhalten. Die Forscher bewegten das Brett selbst von Ort zu Ort oder stellten ein anderes Brett in einer anderen Farbe an eine andere Wand – die Fische bewegten das Aquarium immer noch auf das rosa Brett. Mit anderen Worten, sie haben sich nicht nur einen Bewegungsablauf eingeprägt, der für einen Leckerbissen ausgeführt werden muss, sondern sich wirklich auf das Gelände konzentriert; genauer gesagt, sie verstanden, dass für ein Leckerli eine bestimmte Navigationsaufgabe erledigt werden muss. Darüber hinaus sollte diese Aufgabe nicht im Wasser ausgeführt werden – sie mussten an einen Ort gelangen, der sich nicht im Aquarium befand, sondern in einer ganz anderen Umgebung. Am Ende wurde das Aquarium aus dem Raum genommen, und es stellte sich heraus, dass die Fische nicht abgeneigt waren, die Welt um sie herum zu erkunden, auch wenn sie sie auf so ungewöhnliche Weise erkunden mussten.

Einerseits demonstrieren uns diese Experimente die Fähigkeiten des Fischhirns im Sinne der Lösung von Sonderproblemen. Andererseits denkt man unweigerlich an Kakerlakenrennen, Flohzirkuss und den Shnobel-Preis.


Source: Автономная некоммерческая организация "Редакция журнала «Наука и жизнь»" by www.nkj.ru.

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