Erster Testbericht Kia EV6: Unterschiede zum Hyundai Ioniq 5 sind größer als man denkt

Was fällt am Kia EV6 auf?

Obwohl der Radstand (2,90 m) des Kia EV6 optisch enorm ist, stehen Vorder- und Hinterrad 10 Zentimeter weniger weit auseinander als beim Ioniq 5 (3,00 m). Der Kia ist auch etwa 10 Zentimeter niedriger und etwas länger, aber der große äußerliche Unterschied zwischen diesen beiden liegt in der Optik.

Während der Hyundai Ioniq 5 wie ein ausgewachsenes Fließheck aussieht – und das meinen wir positiv – liegt der EV6 irgendwo zwischen Liftback und SUV. Die schräge Heckscheibe suggeriert Dynamik und Frivolität, während der Ioniq 5 vor allem einen nüchternen und praktischen Eindruck macht. Schauen Sie sich zum Beispiel die Einstiegsleisten des Kia an. Auf Höhe der Hinterräder suchen sie die Verbindung zum üppigen, fahrzeugbreiten Rücklicht. Es fungiert auch als Heckspoiler.

Das Interieur ist mindestens so futuristisch wie das Exterieur. Die digitale Instrumentierung bildet mit dem zentralen Touchscreen eine Einheit und ist leicht zum Fahrer geneigt. Beim EV6 spielt eindeutig der Mann oder die Frau am Steuer die Hauptrolle. Dass Kia einen sportlicheren Kurs einschlagen will als Hyundai, zeigt sich am deutlichsten an der 585 PS starken Topversion des EV6, dem GT. Es sprintet schneller als das erträumte Liebesbaby von Daphne Schippers und Usain Bolt; in 3,5 Sekunden ist es auf 100. Und dann reden wir nicht über Meter, sondern über Kilometer pro Stunde.

Was ist gut am Kia EV6?

Als Elektroauto setzt der EV6 zusammen mit seinem Hyundai-Bruder neue Maßstäbe in seiner Klasse. Tatsächlich überholt er den Ioniq 5 auf der rechten Seite. Der Akku des Testwagens liefert 77,4 kWh, der Hyundai 72,4 kWh ist das Maximum. Daraus ergibt sich eine WLTP-Reichweite von 528 Kilometern. Und dank 240 kW Ladeleistung ist ein zu 10 Prozent entladener Akku in 18 Minuten wieder bei 80 Prozent.

Obwohl der Kia EV6 innen weniger geräumig ist als sein Bruder, können wir uns über das Platzangebot nicht beschweren. Nur Personen, die zur Mitgliedschaft im Verband der Großen berechtigt sind, können mit den Lehnen der Vordersitze knien oder an den NK-Headlinern teilnehmen. Zumindest solange das Auto kein Panoramadach hat, denn das frisst die Kopffreiheit.

Die Standardversion des Kia EV6 leistet 170 PS, unser Testwagen liefert 229 PS. Das ist mehr als genug für angenehme Fahrleistungen. Nur wenn man den Eco-Modus wählt, scheint es, als ob eine Schildkröte unter dem Power-Pedal überwintert. Wecken Sie das Tier mit Normal oder Sport, und Sie sind einer der schnelleren Verkehrsteilnehmer. Ein 100. Sprint von 7,3 Sekunden ist keine Sensation, aber die Leichtigkeit, mit der er geht, ist faszinierend. Der tiefe Schwerpunkt und die speziell konstruierte Hinterachse sorgen für eine grundsolide Straßenlage des Hinterradantriebs. Sein hohes Gewicht (1885 kg) verbirgt er gut, sodass eine kurvige Strecke mit dem EV6 richtig Spaß macht.

Was könnte am Kia EV6 besser sein?

Für ein so großes Auto ist ein Gepäckraum von 511 Litern (480 im Allradantrieb EV6 Plus) nicht beeindruckend, obwohl es auch in der Nase einen Stauraum von 50 Litern (20 Liter im EV6 Plus) gibt. Ein weiterer Nachteil ist, dass größere Fahrer Schwierigkeiten haben, eine bequeme Fahrposition zu finden. Steht das Lenkrad in der richtigen Position, ist der Sitz eigentlich noch zu hoch.

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Unser dritter Kritikpunkt betrifft auch das Interieur. Kia hat vorne eine schöne Mischung aus weichen und harten Materialien verwendet, aber hinten ist Plastiksuppe sehr prominent auf der Speisekarte. Außerdem würden wir uns für das Fahrzeug aufgrund seines recht straffen Handlings eine etwas kommunikativere und direktere Lenkung wünschen. Der Stromverbrauch auf der Autobahn (ca. 21,4 kWh/100 km) scheint bei unserer ersten Begegnung in Spanien nicht einfach zu sein. Wir werden bald testen, wie repräsentativ diese Zahl in unserem eigenen Land ist.

Wann kommt der Kia EV6 in die Niederlande und wie hoch ist der Preis?

Freust du dich auf diese erste Rezension? Dann können Sie schon jetzt Kurs auf den Kia-Händler nehmen. Denn wenn alles gut geht, steht der EV6 bereits im Showroom. Für die 170 PS starke Basisversion mit einem Akkupack von 58 kWh (Reichweite 394 km) zahlt man 44.595 Euro. Um die Reichweite im Winter zu erhalten, investieren Sie am besten 995 Euro extra in eine Wärmepumpe. In den anderen Versionen ist es im Preis inbegriffen.

Eine Auswahl aus der Preisliste:

  • EV6 Plus, RWD, 77,4 kWh, 229 PS, Reichweite 528 km 52.095 Euro
  • EV6 Plus, AWD, 77,4 kWh, 325 PS, Reichweite 506 km 54.595 Euro
  • EV6 GT, AWD, 77,4 kWh, 585 PS, Reichweite ca. 400 km 63.595 Euro

Die Top-Version wird es übrigens erst Ende 2022 geben. Das Porsche-Taycan-Mobbing muss also noch etwas warten…

Was halte ich vom Kia EV6?

Niemand kann es ignorieren: Nach Jahren als Marke von „Anhängern“ hat sich Kia mit dem EV6 zum „Leader of the Pack“ entwickelt. Das Auto gehört zur technischen Creme der EV-Lachs, es riecht gut, fährt sich hervorragend, ist geräumig und bietet eine recht komplette Ausstattung.

Was den Materialeinsatz angeht, habe ich einige Kritikpunkte und das Menü mit allen möglichen Fake-Sounds ist nichts für mich. An die Soft-Touch-Bedienung unter anderem der Sitzheizung und -belüftung musste ich mich erst gewöhnen. Während der Fahrt wird es schnell zu hart oder zu weich, und es ist nicht immer klar erkennbar, ob die Systeme eingeschaltet sind oder nicht. Ich frage mich auch, ob die Wechselfunktion des Tastenfelds (für Klimatisierung oder Soundsystem) in der Mittelkonsole so praktisch ist. Aber das sind tatsächlich Nägel bei Ebbe.


Source: Autoreview.nl by www.autoreview.nl.

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