Epidemiologe: Es ist schwer, das Coronavirus beim Skifahren zu fangen – TOURISMUS-Trends

Das Risiko, sich während der Nutzung der Skipisten mit dem Coronavirus zu infizieren, ist geringer als aus öffentlichen Diskussionen hervorgeht. So sagt ein Epidemiologe der Österreichischen Agentur für Lebensmittelsicherheit.

Die Epidemiologin der Österreichischen Agentur für Lebensmittelsicherheit (AGES), Daniela Schmid, untersuchte die verfügbaren Daten zur Anzahl der Infektionen bei Skifahrern, schreibt das Tourismusportal Tip-online unter Berufung auf einen Bericht der Standard-Zeitung. Die Analyse ergab, dass es keine überzeugenden Beweise für ein erhöhtes Risiko gibt, sich beim Skifahren und Snowboarden mit dem Coronavirus zu infizieren.

In den drei Wochen vor Ende 2020 und den ersten drei Wochen im Jahr 2021 hatte AGES mehrere Fälle von Virusausbrüchen bei Personen festgestellt, die an der Kasse Skilifte, Apres-Ski und Tickets benutzten, aber fast alle waren professionell Skifahrer, Springer und Läufer, die am Wettbewerb teilgenommen haben. Die Agentur schreibt über einen Fall unter Menschen, die Wintersport als Hobby betreiben, aber auch hier hing die Krankheit nicht mit der Nutzung der Pisten zusammen.

Im Tiroler Dorf Jochberg wurde bei über 20 Teilnehmern des Skilehrerkurses covid-19 festgestellt, in 17 Fällen handelte es sich um die Variante B.1.1.7 (die sogenannten Briten). Diese Personen, die aus sieben EU-Ländern stammten, lebten seit Beginn der Ausbildung (Dezember 2020) in derselben Einrichtung. Die Agentur glaubt, dass die Infektion von einem gemeinsamen Haushalt und Geselligkeit herrührte.

Eine ähnliche Situation, wenn auch in größerem Maßstab, betraf Personen, die in Flachau-Reitdorf als Ausbilder ausgebildet wurden. Dort waren 76 Personen infiziert. Sie lebten auch im selben Zentrum. AGES ist auch der Ansicht, dass der in Hochfgen im Zillertal festgestellte Ausbruch des Coronavirus nicht mit der Nutzung der Skiinfrastruktur kombiniert werden sollte. Acht Fälle von Übertragung betrafen Arbeiter an einer örtlichen Skistation, 12 erkrankten zu Hause an der Infektion und zwei an Treffen mit Freunden in ihrer Freizeit.

Schmid erklärt, dass das Risiko einer Übertragung des Virus durch Tröpfchen und Aerosole bei Aktivitäten im Freien gering ist. Die Möglichkeit einer Infektion in der Schlange kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Um dies zu erreichen, müsste eine Person in relativ kurzer Entfernung niesen, Geld verdienen oder laut sprechen. Die Gefahr steigt, wenn Sie sich in einem engen, schlecht belüfteten Raum aufhalten, beispielsweise in Gondeln. Schmid weist jedoch darauf hin, dass Warteschlangenbetreiber Hygienesysteme einführen sollten.