Eine Ausstellung in Karolin erinnert an den Jahrestag zweier berühmter Entdeckungen der Weltägyptologie


Aktualisieren: 11.11.2022 18:45

Prag – Zwei Jahrestage wichtiger Ereignisse, die die Geschichte der wissenschaftlichen Entdeckungen und des menschlichen Wissens beeinflusst haben, werden durch eine Ausstellung im Prager Karolin, dem Sitz der Karls-Universität, gefeiert. Es heißt The Magic of Discovery: From Hieroglyphs to Tutanchamun und beschreibt die Umstände der Entzifferung der Hieroglyphen im Jahr 1822 und der Entdeckung des Grabes eines der berühmtesten Herrscher der Geschichte, des ägyptischen Pharaos Tutanchamun, hundert Jahre später. Die Ausstellung wurde vom Team des Tschechischen Instituts für Ägyptologie, Faculty of Arts, UK, vorbereitet und ist bis zum 31. Dezember kostenlos zu sehen.

Die Entzifferung der Hieroglyphen vor 200 Jahren gilt unter Experten als Beginn der Ägyptologie als Wissenschaftsgebiet. Bis dahin war die Erforschung der Geschichte des alten Ägypten ohne Sprach- und Schriftkenntnisse sehr schwierig. Seit Jahren stützen sich Gelehrte auf antike Autoren, die Ägypten besuchten, oder übernahmen Erzählungen aus älteren Werken. Insbesondere die Schriften neuplatonischer Autoren hätten das europäische Denken über das alte Ägypten bis in die Neuzeit beeinflusst, so die Autoren der Ausstellung. Wissenschaftler reisten in das damals bereits arabisierte Ägypten, aber wenn sie die ägyptischen Texte nicht lesen konnten, konnten sie die Kultur nicht vollständig verstehen.

Im Herbst 1822 entdeckte Jean François Champollion eine Möglichkeit, Hieroglyphen zu lesen. Es hat sich herausgestellt, dass eine Vielzahl von Texten den Verstorbenen zu einem ewig glückseligen Leben im Endowment verhelfen sollten. Andere entstanden aus der administrativen Agenda des alten Reiches oder feierten verschiedene historische Ereignisse. „Der Mythos mysteriöser Lehren wurde entlarvt, aber der Zauber der Entdeckung ist nicht verschwunden“, schreiben die Autoren der Ausstellung. Besucher der Ausstellung erfahren, wie die Hieroglyphenschrift funktioniert, welche anderen Schriften die Ägypter verwendeten oder wie sich ihre Sprache und ihre grammatikalische Struktur veränderten.

Hundert Jahre später, 1922, entdeckte Howard Carter im Tal der Könige das Grab des damals noch fast unbekannten Königs Tutanchamun. Die Entdeckungsgeschichte sowie die langjährige Arbeit nach der Entdeckung oder neue wissenschaftliche Erkenntnisse rund um den Monarchen erfahren die Besucher im zweiten Teil der Ausstellung.

Eine bahnbrechende Entdeckung eines britischen Archäologen hat den Schleier des Mysteriums über einer der fortschrittlichsten antiken Zivilisationen gelüftet und ein explosionsartiges Interesse an der Geschichte Ägyptens entfacht. Der Leichnam des Pharaos, der von etwa 1333 bis 1323 v. Chr. regierte, wurde in den folgenden Jahrzehnten mit Hilfe von Röntgenstrahlen, Scannern und DNA-Analysen untersucht und ist aufgrund der sich entwickelnden Möglichkeiten auch heute noch Gegenstand von Interesse für Experten der Technologie. Während die Grabbeigaben in einem Museum in Kairo landeten, verblieb die Mumie des Pharaos im Grab, wo sie über 3.200 Jahre ruhte.

Die Ausstellung beschreibt den Weg zur Entdeckung des Grabes, was danach mit den Funden geschah, sowie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse. Es zeigt Originalfotografien aus der Zeit von Carters Entdeckung. Es gibt auch eine Tafel in der Ausstellung mit einem kleinen Augenloch, in das der Besucher hineinschauen und hineinzoomen kann, was der Entdecker gesehen haben könnte – hinter dem Loch ist ein Foto von dem, was Carter durch das Loch in der seit Jahrhunderten verschlossenen Kammer gesehen hat. Neben Fotografien von Teilen der Bestattungsausstattung des Pharaos zeigt die Ausstellung ein Modell des Grabes sowie einen Raum, der eine Art Nachbau der Schatzkammer darstellt, die Hunderte von Jenseitsgegenständen und seltene Artefakte der Gegenwart beherbergte.


Source: České noviny – hlavní události by www.ceskenoviny.cz.

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