Die Bunker des Genossen Enver – Blog von Siukum Balal


Wenn wir Enver Hoxha für einen besessenen Diktator, einen paranoiden und dummen kommunistischen Apparatschik halten, werden wir das Phänomen der albanischen Bunker nicht verstehen. Er war derselbe Marxist wie alle anderen kommunistischen Diktatoren. Und obwohl dasselbe anders ist, weil es sich ziemlich stark vom Rest dieses kommunistischen Panoptikums unterschied. Dies war nicht die Art von ungestümem Chruschtschow – Kolchosnik. Er war kein sturer, impulsiver Autodidakt wie unser Kamerad Wiesław. Der rumänische Führer Ceaucescu – von Beruf Schuhmacher – wird in diesem Ranking nicht berücksichtigt, weil er ein echter marxistischer Intellektueller à rebours war. Im Vergleich zum Rest der kommunistischen Weltelite war Hoxha jedoch ein vollwertiger Intellektueller. Studium an der Universität Montpellier, dann Studium in Paris, zusätzlich zwei Jahre Jurastudium in Brüssel. Vor dem Krieg war er kurze Zeit als albanischer Konsul in Belgien tätig. Fließend in vier Sprachen. Seine Französischkenntnisse erlaubten ihm sogar, Artikel in französischen marxistischen Zeitungen zu veröffentlichen. Nach seiner Rückkehr nach Albanien – vor Kriegsausbruch – arbeitete er als Französischlehrer an einem Gymnasium in Korcza. Ein Lebenslauf, den kein Kommunist hatte. Warum also die verrückte Bunkerparanoia in Albanien? Ewiges Gefühl der Invasionsgefahr durch amerikanische Imperialisten, Moskauer Revisionisten, italienische und griechische Aggressoren und Genosse Tito. Es war alles ein “Kind” des Marxismus-Leninismus, des verrücktesten politischen Systems, das von Menschenhand erfunden wurde. Dieses System funktionierte so. Unfähig, die menschlichen Grundbedürfnisse zu befriedigen, unfähig, soziale Energie zu nutzen, hat er solche Situationen geschaffen und Menschen geschaffen, die bereit sind, die lächerlichsten Projekte umzusetzen. Die halbe Mühe, wenn man den Leuten erzählt, dass der Kartoffelkäfer, der aus amerikanischen Flugzeugen abgeworfen wurde, für den Misserfolg verantwortlich ist. Es war kein Problem, wenn er Kolchosniker zwang, mit Büschen über ein Feld zu laufen und Weizen wie Bienen zu bestäuben, in der Hoffnung, Sorten zu schaffen, die hinter dem Polarkreis wachsen können. Bis heute findet man in Russland klapprige Eichenwälder, Eichen, die nach der Lehre des Marxismus – Leninismus, der sogenannten Nestmethode gepflanzt wurden, weil jeder Förster weiß, dass sich die Bäume im Kollektiv besser entwickeln und sich gegenseitig in ihrer Entwicklung unterstützen. Stumpfe und harte Eichen erwiesen sich als äußerst widerstandsfähig gegenüber der Weisheit des marxistischen Frühlings und wollten nicht in einem Kollektiv wachsen. Der Eichenmann wurde schwächer und musste erliegen. All dies – das oben Gesagte – ist eine Wette, denn vorher gab es kein politisches System, mehr als der Kommunismus hat die Menschheit im Blut gebadet. Albanien ist mit der Ermordung imaginärer und realer Feinde des Systems genau den gleichen Weg gegangen wie der Rest der kommunistischen Länder. Mit der Ermordung und Vernichtung des akademischen Personals, um endlich mit ihren eigenen Mitteln auszukommen, und nach den Regeln der Revolution, die “seine eigenen Kinder frisst”, beginnt das Erhängen und Erschießen der Vermögenswerte der Partei und der Säulen des Regimes: Militär und Sicherheit Dienstoffiziere.

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Grab von 21 albanischen Intellektuellen, die 1951 nach einem vorgetäuschten Bombenanschlag auf die sowjetische Botschaft ohne Gerichtsverfahren erschossen wurden.

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So erlagen auch Albaner – und nicht nur sie – der marxistischen Unterdrückung und mussten an dieser modernen Version des Baus von “Kathedralen” teilnehmen, bei diesem dämonischen Versuch, die Gesellschaft zu Themen zu integrieren, die für die Psychiatrie in anderen Ländern von Interesse wären. In Albanien scheiterte es auch, weil von den ursprünglichen Plänen, für jede albanische Familie einen Bunker zu bauen, nur etwa 170.000 gebaut wurden.

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Obwohl es nicht viel ist, sind sie aufgrund des Gesetzes des kommunistischen Paradoxons zu einer Touristenattraktion Albaniens geworden und ziehen jährlich etwa 3 Millionen Touristen an. Albanien-Bunker sind überall. Ebenso: in Souvenirläden und auf den Feldern, in Städten und mitten auf der Straße. Auf einem Hofgrundstück und an der belebtesten Straße von Tirana. Im Stadtpark und am Strand. Überall, überallhin, allerorts.

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Fortsetzung folgt, denn leider rufen sie mich zur Arbeit.


Source: Salon24.pl: Strona główna by www.salon24.pl.

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