Diabetes, psychische Gesundheit und sexuelle Funktion während der Pandemie

Während der Pandemie erleiden Patienten mit Typ-2-Diabetes, die über eine eingeschränkte sexuelle Funktion berichten, häufiger Lähmungen, Angstzustände und Depressionen, so eine kürzlich in Sexualität und Behinderung veröffentlichte Studie an türkischen Patienten.

Im Allgemeinen entwickeln Patienten mit Diabetes im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung häufiger sexuelle Störungen wie erektile Dysfunktion (ED) und vaginale Trockenheit.

Analysten definieren Alexithymie als “einen Zustand, der durch Schwierigkeiten beim Verstehen, Definieren und Ausdrücken der eigenen Emotionen gekennzeichnet ist”. Frühere Studien deuten darauf hin, dass soziale Isolation zusammen mit Stress während einer Pandemie eine Pandemie auslöst, obwohl bei Patienten mit Diabetes ein geringerer Zusammenhang zwischen diesen Symptomen und der sexuellen Funktion untersucht wurde.

Die Forscher arbeiteten zwischen dem 21. Mai 2020 und dem 5. Juli 2020 mit 162 Patienten (Durchschnittsalter 56 Jahre) in Istanbul. Alle Teilnehmer hatten Typ-2-Diabetes. Die meisten von ihnen waren verheiratet (80%), 83% hatten Sexualpartner. 56 % der Gesamtzahl waren Frauen.

Die Patienten füllten eine Vielzahl von diagnostischen Fragebögen aus, darunter die Hospital Anxiety and Depression Scale (HADS) und die Toronto Alexithymie Scale (TAS). Sie beantworteten auch Fragen zu ihrem Diabetes und ihrer sexuellen Funktion vor und während der Pandemie.

Die wichtigsten Schlussfolgerungen, die daraus hervorgegangen sind, sind die folgenden:

  • Fast 83 % der Teilnehmer gaben an, dass sich ihre Sexualfunktion nach der Diagnose von Diabetes verschlechtert habe, und 70 % berichteten von einer weiteren Verschlechterung aufgrund der Pandemie. 67 % gaben an, dass die Verschlechterung sowohl auf Diabetes als auch auf eine Pandemie zurückzuführen war. Kein Patient berichtete über eine Verbesserung der Sexualfunktion.
  • Spezifische betroffene Bereiche waren das Verlangen, die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs, die Dauer des Geschlechtsverkehrs und die sexuelle Befriedigung. Diese Veränderungen wurden möglicherweise durch das erzwungene Zusammenleben zu jeder Minute des Tages und durch begrenzten persönlichen Raum und Zeit beeinflusst.
  • Die Teilnehmer gaben verschiedene Erklärungen für die beobachtete Verschlechterung. 75 % gaben an, dass Sex nicht mehr zu ihren Prioritäten gehörte, während mehr als 2/3 angaben, dass Stress und psychischer Stress ihre sexuelle Funktion beeinträchtigten. 50% sind besorgt über die Übertragung von SARS-CoV-2 aufgrund der Nähe des sexuellen Kontakts.
  • Etwa jeder fünfte Patient konnte Lösungen finden, um seine sexuelle Stimmung zu ändern, während 2/3 bemerkten, dass seine Stimmung beeinträchtigt war.
  • Die Teilnehmer fühlten sich nicht immer wohl dabei, ihr Liebesleben mit einem Arzt zu besprechen. Genauer gesagt gaben 82 % der Befragten an, dass sie sich bei solchen Diskussionen etwas unwohl oder sehr unwohl fühlen.
  • Die Leistung im TAS- und HADS-Fragebogen erfüllte die diagnostischen Kriterien für Lähmung bzw. Angst/Depression. Tatsächlich war die Leistung bei Patienten, die über eine schlechtere Sexualfunktion berichteten, signifikant höher (dh das Vorhandensein schwererer Symptome).

Das Alter könnte bei diesen Ergebnissen eine Rolle gespielt haben, da 43 % der Patienten 65 Jahre oder älter waren. Ältere Menschen hatten vor Ausbruch der Pandemie häufiger sexuelle Probleme und leiden auch häufiger an Diabetes.

Das Forschungsteam berichtet, dass die Patienten ausschließlich Türken waren und die Ergebnisse in einer kulturell differenzierten Stichprobe möglicherweise nicht gültig sind. Als Limitation der Studie wird auch das Fehlen einer Kontrollgruppe genannt.

Es wird empfohlen, dass Gesundheitsdienstleister die sexuelle und psychische Gesundheit von Patienten mit Diabetes überwachen, insbesondere während einer Pandemie.


Source: Zougla.gr by www.zougla.gr.

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