Deutschland: Eine neue Bedrohung für die Fische – der Zustand der Flüsse ist schlimmer als erwartet


Laut dem ZDF-Magazin Frontal hat die Hälfte der deutschen Flusseinzugsgebiete heute weit weniger gut erhaltene Flüsse als bisher angenommen. Erinnern Sie sich daran, dass gemäß der bereits im Jahr 2000 von den EU-Mitgliedstaaten verabschiedeten „Wasserrahmenrichtlinie“ alle Wasserkörper in ganz Europa bis 2015 ein gutes Niveau erreichen mussten. Aber heute – statt der geforderten 100 % – Nur 9 % der deutschen Gewässer sind im ökologischen Zustand.

Olaf Lis, Vorsitzender der Umweltministerkonferenz, sagte dem ZDF: „Der ehrgeizige Weg, den wir gegangen sind, und das, was wir erreicht haben, passen ehrlich gesagt nicht ganz zusammen.“

Umweltverbände fordern deshalb, dass die EU Deutschland verklagt, da sich die Situation im Land „nach der umfangreichen Klage bei der EU im Jahr 2018“ überhaupt nicht verbessert habe, sagte Thomas Norgall, BUND Hessen.

Flussbecken in noch schlechterem Zustand

Eines der offensichtlichen Probleme ist nicht nur, dass die Fortschritte im Schneckentempo voranschreiten, sondern laut Frontal-Recherchen hat sich der Zustand der Flüsse im Gegensatz zu früheren, früheren Daten in einigen Fällen sogar verschlechtert. Das belegen die Zahlen des Umweltbundesamtes und des Umweltbundesamtes der EU: In der Hälfte der deutschen Flussgebiete sind heute weniger Flüsse in gutem Zustand als noch 2010 angenommen.

Vielleicht sind hier auch einige Änderungen im Bewertungsverfahren zwischen 2010 und 2016 schuld. Gleichzeitig sind sie von 2016 bis heute gleich geblieben. Der Vergleich zwischen diesen Zeiträumen zeigt auch, dass zwei von zehn Flusseinzugsgebieten heute weniger Flüsse in gutem Zustand aufweisen als 2016.

Der unbefriedigende Zustand wurde im Einzugsgebiet der Ems festgestellt – heute entspricht keiner der dortigen Fließgewässer einem positiven Zustand. Auch im Schlei- und Travegebiet sind die Raten rückläufig. Heute können nur 1 % der Flüsse hier eine gute Bewertung erhalten.

Sorge um erneutes Fischsterben

Der sich verschlechternde Zustand der Flüsse lässt Wissenschaftler und Naturschützer weitere Katastrophen befürchten, wie im vergangenen Sommer an der Oder, als im deutsch-polnischen Grenzfluss bis zu 50 Millionen Fische starben. Bei Muscheln und anderen Mikroorganismen war die Situation nicht besser.

Auslöser der Tragödie war die Alge Prymnesium Parvum, die in der Oder in den Sommermonaten vor allem aufgrund der hohen Salzkonzentration ideale Wachstumsbedingungen vorfand. Sein Gift befällt Fische, Muscheln und andere Lebewesen, die durch Kiemen atmen. Als Folge sterben die Tiere.

Gleichzeitig sind und bleiben hohe Salzkonzentrationen in einem anderen Fluss, der Werra, seit Jahrzehnten normal. Die aktuelle Genehmigung zur Einleitung salzhaltiger Abwässer erlaubt sogar einen höheren Salzgehalt als in der Oder auf dem Höhepunkt der Katastrophe.

Gibt es Handlungsbedarf in Hessen?

Das hessische Umweltministerium sieht jedoch keinen Handlungsbedarf. Auf Anfrage des ZDF teilte das Ministerium mit, dass die Verhältnisse an Oder und Werra nicht vergleichbar seien, da die Oder ein außergewöhnliches Ereignis sei, während die Werra jahrzehntelang salzhaltige Abwässer versenke. Dabei geht Thomas Norgall vom Hessischen Bund für Umwelt und Naturschutz ganz anders an die Einschätzung der Lage heran: „Auch hier droht eine ähnliche Katastrophe wie an der Oder. Wir haben nur mit angehaltenem Atem darauf gewartet, dass der Fisch stirbt. Die Werra hat ja schon Salz, da braucht man nur noch Wärme und Algen.“

Wenn sich in naher Zukunft an den Flüssen nichts ändert, sollten wir laut Wissenschaftlern in naher Zukunft auf neue Umweltkatastrophen wie die an der Oder vorbereitet sein. Und höchstwahrscheinlich werden sie durch den fortschreitenden Klimawandel noch verstärkt.

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Source: Все материалы – Московский Комсомолец by www.mknews.de.

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