Der Tod von Bernard Tapie beendet das gegen ihn gerichtete Strafverfahren


Im Schiedsverfahren Crédit Lyonnais wurde der Unternehmer im Juli 2019 freigelassen. Gegen die Unternehmen von Bernard Tapie läuft ein Zivilverfahren.

Das Pariser Berufungsgericht soll am Mittwoch seine Entscheidung im Schiedsverfahren Crédit lyonnais fällen, aber der Tod von Bernard Tapie am Sonntag wird das Strafverfahren gegen ihn beenden. Nach einem allgemeinen Freispruch im Juli 2019 wird das Berufungsgericht weder Freispruch noch Verurteilung aussprechen, aber wie üblich die Einstellung der öffentlichen Klage gegen ihn festhalten, so mit dem Fall vertraute Quellen.

Andererseits muss sie sich zum Schicksal der fünf an ihrer Seite angeklagten Männer äußern, darunter der Chef von Orange, Stéphane Richard, der historische Anwalt von Bernard Tapie, Maurice Lantourne, der ehemalige Richter Pierre Estoup sowie zwei Senioren Beamte. . Eine Verschiebung der Entscheidung sei jedoch möglich, hieß es aus diesen Quellen.

In diesem Fall wurde Bernard Tapie verdächtigt, ein Schiedsverfahren aus dem Jahr 2008 zum Nachteil des Staates “manipuliert” zu haben, das darauf abzielte, seinen alten Streit mit dem Crédit Lyonnais um den Verkauf von Adidas in den 90er Jahren beizulegen. Dieser Schiedsspruch, der ihm 403 Millionen Euro zugesprochen hatte, wurde inzwischen in einem Zivilverfahren wegen „Betrugs“ aufgehoben.

Am 2. Juni beantragte die Staatsanwaltschaft fünf Jahre Haft auf Bewährung wegen Beihilfe zum Betrug und der Veruntreuung öffentlicher Gelder sowie Haftstrafen zwischen drei Monaten und zwei Jahren Haft gegen seine fünf Mitgefangenen.

Der im Oktober 2020 begonnene Prozess wurde aufgrund der Verschlechterung des Gesundheitszustands von Bernard Tapie schnell unterbrochen, bevor er im Mai wieder aufgenommen und in Abwesenheit des ehemaligen Ministers endete, der erneut durch seinen Krebs verhindert wurde.

Gegen die Gesellschaften von Bernard Tapie laufen noch Zivilverfahren. Im April 2020 wurden sie in Zwangsliquidation gestellt und ebneten den Weg für den Verkauf seiner Immobilie, um die mehr als 400 Millionen Euro des Schiedsverfahrens zurückzuerstatten. Bernard Tapie hatte Berufung eingelegt: Für den 7. Oktober ist eine Bühnenverhandlung angesetzt, am 9. Dezember müssen die Anwälte in der Sache plädieren.

Auch die genaue Höhe seiner Schulden ist Gegenstand erbitterter Verfahrensstreitigkeiten – eine Berufung wird vom Kassationsgericht geprüft.

Schließlich erwirkte Bernard Tapie im Mai, dass der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) erstmals die Rechtmäßigkeit des Verkaufs von Adidas durch den Crédit Lyonnais im Jahr 1993 prüft.


Source: Libération by www.liberation.fr.

*The article has been translated based on the content of Libération by www.liberation.fr. If there is any problem regarding the content, copyright, please leave a report below the article. We will try to process as quickly as possible to protect the rights of the author. Thank you very much!

*We just want readers to access information more quickly and easily with other multilingual content, instead of information only available in a certain language.

*We always respect the copyright of the content of the author and always include the original link of the source article.If the author disagrees, just leave the report below the article, the article will be edited or deleted at the request of the author. Thanks very much! Best regards!