Der Kampf gegen die Pusher Street war vergeblich

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Die Christen hatten sich eine Weile versammelt. Mehrere Leute hatten in einen Eimer gepinkelt und geschissen, der für einen ganz besonderen Menschen bestimmt war.

Der Mann, der in seinen Kopf hätte scheißen sollen, war Bjarne Christensen. Leiter der Sektion Notfallvorsorge und Frontfigur bei den Straßenkämpfen der Polizei gegen die BZs in den 1980er Jahren, die Autonomen in den 1990er Jahren und bei der Räumung des Jugendhauses in den 00er Jahren.

Im Aktivistenmilieu war er die Personifizierung der harten Methoden der Polizei. Bjarne Benlås nannten sie ihn.

Jetzt führte er die Pläne des Staates an, den Cannabishandel in Christiania zu beenden und 50 Häuser abzureißen. Der Eimer voll Scheiße war fertig.

In einem neuen Buch erzählt Bjarne Christensen in seinen eigenen Worten von seinen Erfahrungen aus den vielen Straßenkämpfen, einschließlich des massiven Polizeieinsatzes gegen Christiania.

Ihm zufolge bestehen zwischen den Christen und den Hasch-Dealern in der Pusher Street extrem enge Verbindungen. Bjarne Christensen schreibt direkt, dass die Drücker große Summen in den gemeinsamen Fonds von Christiania einzahlen.

„Wir können uns die Überwachung ansehen, wie der Kassierer Geld von den Schiebern abholt. Über die Überwachungskameras beobachten wir, wie sie mit den Hasch-Dealern kocht, und ich bezeuge mit eigenen Augen, dass sie bei Ebbe in der Gemeinschaftskiste mit leerer Netto-Tüte die Pusher Street entlangläuft. Und wenn sie in die andere Richtung zurückkommt, ist die Tasche voll mit Bargeld“, heißt es in dem Buch.

Bjarne Christensen schreibt in dem Buch, dass die Strategie, die Christen in den Kampf gegen den Cannabishandel einzubeziehen, scheitert, weil viele der gemeinsamen Ausgaben Christianias durch den Cannabishandel finanziert werden.

Hinter dem bunten Giebel am Ortseingang von Christiania leben die Drücker in wildem Luxus, heißt es in einem neuen Buch. Falten

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Foto: Christian Als.

„Wir können den organisierten Cannabishandel nicht eliminieren, weil er ein so wesentlicher Bestandteil der gemeinsamen Wirtschaft der freien Stadt ist. Die Christen leugnen gut genug, dass sie von diesem Rand Geld bekommen, aber wir können sehen, dass sie es tun. Es gibt nichts zu verwechseln“, schreibt er in dem Buch.

Bjarne Christensen beschreibt, wie die Drücker im Zentrum von Christiania prächtige Luxusappartements eingerichtet haben und wie sie einen eigenen Tennisplatz haben, zu dem sonst niemand Zugang hat.

Er beschreibt unter anderem eine Luxuswohnung im Gerichtsgebäude, die von einem bekannten großen Drücker bewohnt wird.

“Er lebt in einer Luxuswohnung im Gerichtsgebäude, und er hat an anderer Stelle auf Seeland einen Landsitz, den er gegen Bargeld gekauft und mit seinen mutmaßlichen Hash-Millionen als Fitness-Center eingerichtet haben soll”, heißt es in dem Buch.

Bjarne Christensen beschreibt, wie eine Reihe von Drückern in einem Gebäude namens Løvehuset leben, das mit teuren Whirlpools, Designermöbeln und teuren Gemälden geschmückt ist. Er beschreibt auch ausführlich, wie es bei einem prominenten Drücker aussah, der im Info-Haus wohnte.

»Sein Badezimmer ist mit einer eingelassenen Badewanne und goldenen Wasserhähnen ausgestattet. In der gesamten Wohnung befinden sich vergoldete Griffe. Und Luxusautos in der Garage auf dem sonst autofreien Christiania «, lautet die Beschreibung des Schieberhauses.

Das erste Haus, das auf Christiania abgerissen wurde, war eine ausgebrannte Hütte namens Cigar Box. Die Lichtung führte zu heftigen Ausschreitungen, und während der Ausschreitungen gelang es einer Person, sich hinter Bjarne Christensen zu schleichen und den Eimer mit Kot und Urin über ihn zu leeren.

Bjarne Christensen fotografierte in Christiania, nachdem er im Zusammenhang mit den Unruhen beim Abriss des Hauses Cigarkassen mit Kot und Urin übergossen wurde. Falten

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Foto: Simon Bohr.

„Zum Glück trage ich meine komplette Einsteckausrüstung mit Helm, Visier und Anzug. Aber innerlich bin ich nicht vorbereitet. Während Urin und Kot an mir herunterrieseln, knirscht nur ein Gedanke in meinem Kopf: „Bleib ruhig. Sie dürfen diesen Sieg nicht haben. “

Bjarne Christensen konnte sich beherrschen, so dass die Christen ihn nicht die Beherrschung verlieren durften. Aber er hat einen neuen Spitznamen bekommen: Lortebjarne.

Geplant war, weitere 49 Häuser zu räumen, und Bjarne Christensen sagt, man habe ihm versprochen, “die erste Abrisskugel in das Info-Haus einzuschlagen”.

Verhandlungen führten jedoch zu einer Einigung zwischen dem Staat und Christiania, die dazu führte, dass die Abrisspläne auf Eis gelegt wurden.

Christiania ist heute im Besitz der Christiania Foundation, und der Cannabishandel wird seit 50 Jahren fortgesetzt. Zuletzt hat auch die illegale Bande LTF einen Stand in der Pusher Street eröffnet.

Heute glaubt Bjarne Christensen, dass die harte Arbeit an Christiania vergeblich war.

„Das waren drei Jahre vergeudete Arbeit. So hat es sich lange danach angefühlt, und so fühlt es sich auch heute noch ein bisschen an“, schreibt er.

Das Buch ‘Store Bjarne’ wurde in Zusammenarbeit mit Signe Mølgaard geschrieben und erscheint am 13. Oktober bei Impact Press.

‘Store Bjarne’ wird am 13. Oktober 2021 von Impact Press veröffentlicht. Falten

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Foto: Jonas Pryner Andersen.


Source: www.berlingske.dk by www.berlingske.dk.

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