Das sollten Webshop-Besitzer über den European Accessibility Act 2025 wissen

Ab Juli 2025 gilt die europäische Gesetzgebung zur digitalen Barrierefreiheit von kommerziellen Organisationen: der European Accessibility Act. In diesem Artikel teile ich die Folgen dieser Gesetzgebung für niederländische Webshops.

Die Popularität der digitalen Barrierefreiheit nimmt zu. Wir stellen fest, dass sich immer mehr Designer, Entwickler und Projektleiter dieses Phänomens bewusst sind. Auch Frankwatching veröffentlicht immer mehr Inhalte zum Thema digitale Barrierefreiheit.

Dieser Anstieg ist wahrscheinlich zum Teil auf die Verpflichtung zur digitalen Zugänglichkeit für (Halb-)Regierungen zurückzuführen. Denken Sie an Organisationen wie Gemeinden, Provinzen, aber auch Banken und Versicherungen. Seit 2020 sind diese Organisationen verpflichtet, an der Barrierefreiheit digitaler Produkte zu arbeiten.

Der Zweck des Europäischen Rechtsakts zur Barrierefreiheit

Kurz gesagt, der Europäische Rechtsakt zur Barrierefreiheit soll sicherstellen, dass Menschen mit Behinderungen in der gesamten Europäischen Union die gleichen (Online-)Möglichkeiten haben wie Menschen ohne Behinderungen. Nicht barrierefreie Online-Dienste können von Menschen mit Behinderungen nicht oder nur schlecht genutzt werden. Die Niederlande haben etwa 4 Millionen Einwohner mit einer Form der Behinderung. In der gesamten Europäischen Union liegt diese Zahl bei etwa 135 Millionen Menschen. Aufgrund der Alterung der Bevölkerung wird diese Gruppe in den kommenden Jahren an Größe zunehmen.

Es ist sehr ärgerlich, wenn Sie in Ihrem bevorzugten Streaming-Dienst keinen Film auswählen oder in einem Webshop keine Bestellung aufgeben können. Geradezu problematisch ist es auch, wenn Sie Ihre Steuererklärung nicht online erstellen oder Leistungen beantragen können.

Um letzteres Problem zu lösen, hat die Europäische Union 2020 die Mitgliedsstaaten dazu verpflichtet, an der Barrierefreiheit von digitalen Behördenprodukten zu arbeiten. 2025 erweitert die EU die Gesetzgebung mit dem European Accessibility Act. Damit sind unter anderem Webshop-Besitzer an der Reihe.

Was ist das Europäische Gesetz zur Barrierefreiheit

Die Europäische Union versucht, ihre Gesetze und Vorschriften für alle Mitgliedsstaaten so weit wie möglich zu vereinheitlichen. Der European Accessibility Act wurde 2019 geschaffen, um einen Standard für kommerzielle Parteien zu setzen.

Der European Accessibility Act (EAA) oder European Accessibility Act auf Niederländisch ist eine gesamteuropäische Gesetzgebung im Bereich der digitalen Zugänglichkeit. Das EAA besteht aus allgemeinen Barrierefreiheitsgesetzen, die für alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gelten. Ziel dieses internationalen Gesetzes ist es, die Gesetzgebung zur digitalen Zugänglichkeit in der gesamten Europäischen Union zu harmonisieren.

Welche Unternehmen fallen unter den Europäischen Rechtsakt zur Barrierefreiheit?

Die EAA konzentriert sich auf mehr als nur Webshops. Es wurde eine Liste von Produkten und Dienstleistungen zusammengestellt, die laut EU für Menschen mit Behinderungen von großer Bedeutung sind. Nachfolgend finden Sie eine Liste der Produkte und Dienstleistungen, die vom Europäischen Gesetz zur Barrierefreiheit betroffen sein werden:

  • Webshops
  • Audiovisuelle Mediendienste wie Netflix, Videoland und Spotify
  • E-Books
  • Smartphones
  • Computer und Betriebssoftware
  • Geldautomaten, Ticketservices und Check-in-Automaten
  • Fernsehgeräte in Bezug auf digitale Fernsehdienste
  • Telekommunikationsdienste, wie Apps und Websites Ihres Anbieters
  • Online- und Offline-Dienste rund um den Verkehr, wie Fahrkartenautomaten, Apps und Websites
  • Alle Finanzdienstleistungen, wie Internet-Banking

Berichten zufolge müssen Produkte und Dienstleistungen aus dieser Liste vollständig zugänglich sein. Die Gesetzgebung unterscheidet nicht zwischen Produkten, die in der Europäischen Union oder außerhalb hergestellt wurden. Alle in der Europäischen Union verkauften Produkte müssen dem Europäischen Gesetz zur Barrierefreiheit entsprechen.

Was bedeutet das für Webshops?

Eine endgültige Fassung der LGR wurde noch nicht veröffentlicht. Es besteht daher noch große Unsicherheit darüber, wie die EU Barrierefreiheit misst. Eine Möglichkeit, die Zugänglichkeit einer Website oder eines Webshops zu messen, finden Sie in den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG).

Da diese Richtlinien zum Testen von Websites und Apps von Regierungsorganisationen verwendet wurden, ist es wahrscheinlich, dass die EU sie auch für die EAA einführen wird. Die EU hat hierzu aber noch keine endgültigen Angaben gemacht.

Die EU kann in der LGR eine Umsatzmindestsumme vorsehen. Dies würde bedeuten, dass Webshops, die weniger als diesen Betrag umsetzen, die Rechtsvorschriften nicht einhalten müssen. Auch hier herrscht noch viel Unsicherheit.

Es wird auch darauf hingewiesen, dass nur neue Webshops die Barrierefreiheitsanforderungen erfüllen müssen. Ein bestehender Webshop muss daher ggf. nicht nachträglich zugänglich gemacht werden. Auch das sorgt für viel Verwirrung. Denn wann wird ein Webshop erneuert? Ist das, wenn eine neue Version oder ein Update herauskommt? Oder nur, wenn der Webshop auf ein neues Content-Management-System umsteigt? Glücklicherweise hat die Europäische Union noch drei Jahre Zeit, um diese Definition weiterzuentwickeln.

Zugänglichkeit aus dem Designprozess

Es gibt daher immer noch große Fragen zu den Auswirkungen, die das Europäische Gesetz zur Barrierefreiheit für niederländische Online-Unternehmer haben wird. Trotz dieser Unklarheiten ist klar, dass Webshops noch einiges zu tun haben.

Es ist einfacher, neue Produkte barrierefrei zu entwerfen und zu entwickeln, als bestehende Produkte barrierefrei zu machen. Planen Sie, Ihren Webshop in naher Zukunft zu erneuern? Beziehen Sie dann die digitale Zugänglichkeit aus dem Designprozess mit ein. Tauchen Sie ein in die WCAG oder einen Dritten in den Prozess einbeziehen.

Überprüfung der Erreichbarkeit bestehender Webshops

Neugierig, inwieweit Ihr aktueller Webshop barrierefrei ist? Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Barrierefreiheit von Websites zu testen. Sie erhalten das allerbeste Bild, indem Sie Tester mit einer Behinderung den Kaufprozess durchlaufen lassen. Denn wer kennt Barrierefreiheit besser als die Zielgruppe selbst?

Auch wenn der Einsatz von Testern nicht möglich ist, können Sie die Erreichbarkeit eines Webshops selbst prüfen. Sie können beispielsweise manuell nur mit der Tastatur durch eine Website navigieren. Auf Frankwatching hat Claudia zuvor einen Schritt-für-Schritt-Plan geschrieben, um Ihre Website selbst als Besucher mit Sehbehinderung zu „sehen“.

Neben der manuellen Recherche können Sie auch automatische Tools nutzen. User Central hat diese praktische Liste zuvor vorgeschlagen Tools zum Testen der digitalen Barrierefreiheit zusammen. Es besteht eine gute Chance, dass Sie bereits durch manuelle und automatische Überprüfungen auf Schmerzpunkte stoßen.

Sie möchten sich ein vollständiges Bild vom Stand der Dinge machen? Dann lassen Sie eine Forschungsagentur eine WCAG-EM-Zugänglichkeitsstudie durchführen. Bei dieser Untersuchung prüft die Agentur Ihren Webshop auf die Pflichtpunkte der WCAG.


Source: Frankwatching by www.frankwatching.com.

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