Das Pegasus-Projekt erhielt den ersten Daphne Caruana Galizia Journalism Award

Erstmals wurde der Daphne Caruana Galizia Journalist Award verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt das Europäische Parlament herausragende journalistische Leistungen. Er wird jedes Jahr um den 16. oder Menschenrechte. Der Preis wird in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen.

Unabhängig von der Staatsangehörigkeit kann sich jede Berufsgruppe von Journalisten und Fachleuten für Ermittlungsmaterial bewerben, das bereits in der Presse oder anderen Medien in einem der 27 EU-Mitgliedstaaten erschienen ist. Mit dieser Anerkennung möchte das Parlament auf die entscheidende Rolle aufmerksam machen, die qualitativ hochwertiger Journalismus bei der Wahrung von Freiheit, Gleichheit und Chancengleichheit spielt. Die Mitglieder der unabhängigen Jury waren Vertreter der Presse und der Zivilgesellschaft der 27 Mitgliedstaaten sowie der wichtigsten europäischen Journalistenverbände. Die Anerkennung und der damit verbundene Geldpreis in Höhe von 20.000 € sind ein Zeichen: Sie zeigt das Engagement des Parlaments für den Informationsjournalismus und die Bedeutung einer freien Presse.

In diesem Jahr gingen mehr als 200 Bewerbungen aus den 27 Mitgliedstaaten ein, aber die 29-köpfige Jury zeichnete das Forbidden Stories-Konsortium für seine Arbeit an Abhörgeräten für Pegasus-Spyware aus. Die Software wird seit Jahren regelmäßig von Kunden des israelischen Herstellers missbraucht, wie eine Datenbank mit mehr als 50.000 Telefonnummern belegt, deren Besitzer die Software ausspioniert haben. Laut Daten des Konsortiums Forbidden Stories und Amnesty International haben NSO-Kunden seit 2016 Ziele in mehr als 50 Ländern beobachtet. Am Pegasus-Projekt beteiligte Journalisten – mehr als 80 Mitarbeiter von 17 Medienunternehmen in 10 Ländern – studierten die Telefonnummernlisten unter der Leitung von Forbidden Stories und der technischen Unterstützung des Amnesty International Security Lab und erhielten ein detaillierteres Bild der Spionagewaffe, die wurde bisher ausgeblendet. Es wurde festgestellt, dass Spyware von ihren Benutzern weit verbreitet missbraucht wurde – entgegen den Behauptungen der NSO Group im Laufe der Jahre, einschließlich des Inhalts eines kürzlich veröffentlichten Transparenzberichts. Basierend auf den durchgesickerten Informationen kann man sagen, dass zum Beispiel in Indien, Mexiko, Ungarn, Marokko oder Frankreich mindestens 180 Journalisten ins Visier genommen wurden. Zu den Beobachtern zählen mehrere Menschenrechtsverteidiger, Wissenschaftler, Geschäftsleute, Anwälte, Ärzte, Gewerkschaftsführer, Diplomaten, Politiker und Staatsoberhäupter.

Im Namen der 29-köpfigen Jury überreichte der Generalsekretär der Internationalen Journalistenvereinigung, Anthony Bellanger, das mit 20.000 Euro dotierte Preisgeld an Sandrine Rigaud und Laurent Richard als Vertreter des Konsortiums im Pressezentrum des Europäischen Parlaments.

Information

Das Projekt wurde von der Europäischen Union im Rahmen des Kommunikationsförderungsprogramms des Europäischen Parlaments kofinanziert. Das Europäische Parlament war an der Vorbereitung nicht beteiligt und übernimmt keine Verantwortung oder Haftung für die im Rahmen des Projekts veröffentlichten Informationen und Positionen, für die die Autoren, die Befragten, die Herausgeber und Vertreiber des Programms gemäß geltendem Recht allein verantwortlich sind . Das Europäische Parlament haftet nicht für direkte oder indirekte Schäden, die sich aus der Durchführung des Projekts ergeben können.


Source: Napi.hu by www.napi.hu.

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