Das Gericht kehrt zum Fall Tempel zurück, der des Doppelmordes angeklagt ist


Aktualisierung: 14.10.2021 00:34

Prag – Nach 12 Jahren wird das Prager Obergericht den Fall Robert Tempel wieder aufnehmen, der des 2001 in der Region Sokolovská begangenen Doppelmordes angeklagt wurde. Der Mann wurde für diese Tat rechtskräftig zu lebenslanger Haft verurteilt, doch das Verfassungsgericht hob die Urteile im Juli dieses Jahres auf. Das letzte gültige Urteil ist nun die ungültige Entscheidung des Landgerichts Pilsen aus dem Jahr 2007, die Tempel von der Anklage freisprach. Das Gericht wird nun die Berufung der Staatsanwaltschaft gegen dieses Urteil hören. Ein Mann, der derzeit eine zuvor verhängte Haftstrafe wegen Raubes im Gefängnis verbüßt, bestreitet seine Schuld von Anfang an.

Der High Court wird den Fall zum sechsten Mal prüfen. Viermal hob er das Urteil des Bezirksgerichts Pilsen auf, das den Angeklagten stets freisprach. Tempel wurde erst verurteilt, nachdem die Beschwerdekammer den Prozess von Pilsen an das Bezirksgericht in Prag verlegt hatte. Der Mann verteidigte sich gegen die Urteile sowohl des Obersten als auch des Verfassungsgerichts, scheiterte aber. Erst nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte revidierte das Verfassungsgericht die ablehnenden Entscheidungen.

Auch nach Abschaffung der lebenslangen Freiheitsstrafe bleibt der Tempel im Gefängnis. Obwohl das Gericht ihm wegen einer Anklage wegen Doppelmords kein Sorgerecht auferlegte, hat der Mann seinen Angaben zufolge den nicht vollstreckten Rest seiner Haft in einem anderen Strafverfahren, das von einem anderen Gericht verhängt wurde.

Die Morde, für die Tempel bestraft wurde, ereigneten sich auf einem Waldparkplatz bei Hrušková in der Region Sokolovská. Die Staatsanwaltschaft behauptet, er hätte einem Mann 400.000 Kronen für das Auto übergeben sollen, das er angeblich kaufen wollte. Stattdessen zog er laut Akte seine Waffe und erschoss den Mann. Er soll den anderen Mann geschlagen und ihm dann in den Kopf geschlagen haben. Nach Angaben der Kläger begrub er beide Leichen am nächsten Tag in Stará Voda in der Region Cheb. Tempel verteidigte sich damit, dass nicht er den Mord begangen habe, sondern ein Mann namens Steak.


Source: České noviny – hlavní události by www.ceskenoviny.cz.

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