Auch in Finnland wird der Strom teurer, aber die Erschöpfung der Gasreserven in Europa ist keine Bedrohung


Der starke Anstieg der Strom-, Gas- und Ölpreise hat Europa in eine Energiekrise gestürzt. Auch in Finnland wird im kommenden Winter mit steigenden Strom- und Wärmepreisen gerechnet. Der Marktrat spricht diese Woche von höheren Energiepreisen.

Die monatlichen Durchschnittswerte des börsengehandelten Stroms waren zuletzt im Januar-Februar 2010 gleich hoch. Auf Basis der Strom- und Gasterminpreise liegen wir in den Wintermonaten auf einem höheren Niveau als normal, sagt Helens Verkaufs- und Kundendienstleiter Anu-Elina Hintsa.

“Dann rechnen wir natürlich mit dem Frühling, aber nächstes Jahr werden wir sicher ziemlich harte Preise sehen.”

Die hohen Preise sind vor allem auf den Erdgasmarkt zurückzuführen, mehr Fortumin Strategiemanager Vesa Ahoniemi. Typischerweise sind Preisspitzen im Winter auf die angespannte Situation in der Stromerzeugung zurückzuführen.

„Olkiluoto 3 und der Windkraft-Boom machen Finnland mehr oder weniger stromautark. Es senkt nicht direkt die Preise, sondern lindert Preisspitzen “, sagt er.

Preisschwankungen dürften anhalten

Die Energie ist aus mehreren Gründen gestiegen. In die Produktion fossiler Brennstoffe und in die Infrastruktur wurde wenig investiert. Gleichzeitig wird der Ölpreis zum Beispiel durch den steigenden Konsum in den Mittelschichtländern Asiens in die Höhe getrieben.

Verschiedene Klimamaßnahmen haben insbesondere das Stromsystem volatiler gemacht. Die Auswirkungen des Emissionshandels und der erneuerbaren Stromerzeugung auf die durchschnittlichen Strompreise sind laut Ahoniemi schwer abzuschätzen.

„Die sehr starke Preisvolatilität wird sich sicher auch in Zukunft fortsetzen“, sagt er.

Die nordischen Länder sind auch von Norwegens Wasserressourcen betroffen, die aufgrund geringer Niederschläge im Sommer gering sind. Die schwindenden Gasreserven in Europa seien keine Sturmwarnung für Finnland, sagt Ahoniemi von Fortum. Finnland ist nicht wirklich abhängig von ihnen.

„Wenn es passieren würde, dass Europa – sehr unwahrscheinlich – das Erdgas ausgehen würde, hätte das kaum Auswirkungen auf Finnland. Vielmehr geht es darum, wie Stromübertragung und Kernkraftwerke bei Winterfrösten funktionieren und wie sich die Wassersituation verändert. ”

Über die Krise können wir laut Helens Hintsa nicht sprechen, denn in Finnland gebe es Produktion aus vielen Quellen und Netzverbindungen auf einem guten Niveau.

Der Preis für Rohöl der Sorte Brent, der mehr als 80 Dollar pro Barrel eingebüßt hat, gebe keinen Anlass für eine Krise, sagt Aktian Chefökonom Lass Corin. Der Preis liegt nicht wesentlich über dem langjährigen Durchschnitt. Beim Gaspreisvergleich sei die Kurve beispielsweise noch moderat, ergänzt Hintsa.

“Bei der Energie- und Stromerzeugung in ganz Europa spielt Öl im Vergleich zu Gas, Kohle oder Erneuerbaren eine sehr geringe Rolle.”

Lohnt es sich, sich vor dem Tauschstrom zu schützen?

Preisschwankungen können den Verbraucher zum Nachdenken anregen, ob es sich lohnt, von börsengehandeltem Strom auf einen stabileren Laufzeitvertrag umzusteigen.

Die Mehrkosten von Mehrfamilienhäusern in den Wintermonaten könnten laut Hintsa eine zusätzliche Rechnung von rund fünf Euro pro Monat bedeuten. In einem elektrisch beheizten Einfamilienhaus können aus fünf Euro 50 Euro werden.

„Wenn Sie beruhigt einkaufen möchten, kennen Sie den Preis, den Sie pro Kilowattstunde in einem festen Vertrag zahlen. Wenn Sie Ihren Eigenverbrauch stündlich und täglich anpassen können, ist ein Spotpreis möglicherweise die bessere Option. ”

In den meisten Teilen Europas beträgt der Großhandelspreis weniger als ein Drittel des vom Verbraucher gezahlten Preises, erinnert sich Ahoniemi von Fortum. In Deutschland beispielsweise beträgt der Anteil etwa ein Fünftel.

„Das Drama der Großhandelspreise spiegelt sich nicht vollständig in der Stromrechnung der Verbraucher wider“, sagt er.


Source: Arvopaperi by www.arvopaperi.fi.

*The article has been translated based on the content of Arvopaperi by www.arvopaperi.fi. If there is any problem regarding the content, copyright, please leave a report below the article. We will try to process as quickly as possible to protect the rights of the author. Thank you very much!

*We just want readers to access information more quickly and easily with other multilingual content, instead of information only available in a certain language.

*We always respect the copyright of the content of the author and always include the original link of the source article.If the author disagrees, just leave the report below the article, the article will be edited or deleted at the request of the author. Thanks very much! Best regards!