Abgeordnete fordern verbindliches Methan-Emissionsziel


In einem Bericht zur EU-Strategie zur Reduzierung der Methanemissionen forderten Mitglieder des Europäischen Parlaments am 28. September verbindliche Reduktionsziele für Methanemissionen, um die Klimaziele der EU zu erreichen und die Luftqualität zu verbessern. Der Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) nahm seinen Bericht über die EU-Strategie zur Verringerung der Methanemissionen mit 61 gegen 10 Stimmen bei 7 Enthaltungen an.

Die Abgeordneten forderten die Kommission auf, ein neues Gesetz mit verbindlichen Maßnahmen und Zielen zur Methanreduzierung vorzuschlagen, das alle Sektoren abdeckt, um die Methanemissionen in der EU bis 2030 im Einklang mit dem Pariser Abkommen deutlich zu reduzieren. Außerdem wollen sie beim COP26-Treffen in Glasgow eine verbindliche globale Vereinbarung zu Methan.

„Angesichts der katastrophalen Auswirkungen der beispiellosen Überschwemmungen in diesem Sommer, deren Waldbrände noch bewertet werden, müssen wir unsere Anstrengungen verstärken, um die Herausforderungen durch extreme Wetterbedingungen zu bewältigen. Wir brauchen einen schnellen Sieg, um den Klimawandel zu bekämpfen!: Die Berichterstatterin des Parlaments, die griechische Europaabgeordnete Maria Spyraki, sagte nach der Abstimmung. „Wir müssen sofort handeln und konkrete Ergebnisse zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen erzielen, um unsere Menschen und den Planeten heute und in Zukunft zu schützen. Durch die Festlegung verbindlicher Ziele zur Methanreduzierung kann die EU eine Schlüsselrolle spielen, um den Rest der Welt dazu zu bringen, dasselbe zu tun“, fügte sie hinzu.

Die Parlamentsmitglieder unterstrichen, dass die Verringerung der vom Menschen verursachten Methanemissionen eine der kosteneffektivsten Strategien ist, um den Klimawandel zu verlangsamen und gleichzeitig die Luftqualität zu verbessern und die Gesundheit der Bürger zu schützen. Dies liegt daran, dass Methan auch zur Ozonbildung beiträgt, einem starken lokalen Luftschadstoff, der ernsthafte Gesundheitsprobleme verursacht.

Die Abgeordneten forderten eine obligatorische Überwachung, Berichterstattung und Überprüfung (MRV) für alle Methan emittierenden Sektoren sowie obligatorische Lecksuch- und Reparaturprogramme (LDAR), die die gesamte Lieferkette im Energie- und Petrochemiesektor abdecken.

Obwohl die Methanemissionen zwischen 1990 und 2018 in der EU-28 um 22 % reduziert wurden, stellt die Landwirtschaft den größten Anteil der anthropogenen Methan-Emissionsquellen in der EU und bietet das zweithöchste Gesamtpotenzial zur Reduzierung der Methanemissionen aller Sektoren. Die Emissionen werden in erster Linie durch den Viehbestand, insbesondere Wiederkäuer, getrieben.

Die Abgeordneten fordern die Mitgliedstaaten und die Kommission auf, wirksame und nachhaltige Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Emissionen zu ergreifen und gleichzeitig sicherzustellen, dass Lebensmittel weiterhin an den umweltverträglichsten Standorten hergestellt werden und die Produktion nicht nur außerhalb der EU verlagert wird.

Abfallsektor

Die Parlamentsmitglieder forderten die Kommission auf, verbindliche EU-Ziele für Gewerbe- und Industrieabfälle festzulegen und Ziele zur Begrenzung des Restmüllaufkommens bei der Überarbeitung der Abfallrichtlinie und der Deponierichtlinie vorzuschlagen.

Die Entsorgung auf Deponien ist die umweltschädlichste Art der Abfallbewirtschaftung sowohl in Bezug auf Treibhausgasemissionen als auch auf andere Schadstoffe in Luft, Boden und Wasser. Die Abgeordneten wollen die aktuelle Deponierichtlinie an die Gesamtklimaziele der EU ausrichten und sind besorgt, dass 2017 15 Mitgliedstaaten die in der Richtlinie festgelegte Verpflichtung zur Behandlung von Abfällen vor der Deponierung nicht vollständig erfüllt haben

Energie Sektor

Die Abgeordneten sagten, sie wollen so schnell wie möglich alle fossilen Brennstoffe in der EU auslaufen, um bis spätestens 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Da Importe über 80 % des in der EU verbrauchten Öls und Gases ausmachen, fordern die Abgeordneten die Kommission auf, alle Einfuhren fossiler Brennstoffe in die EU von der Einhaltung der EU-Vorschriften zu MRV und LDAR zu Methanemissionen abhängig zu machen. Die Bemühungen zur Erkennung von Lecks sollten durch eine strikte Buchführung und die Verpflichtung, potenzielle Lecks innerhalb eines klar definierten Zeitraums zu reparieren, verstärkt werden.

Über den Bericht wird voraussichtlich auf der Plenartagung vom 18. bis 21. Oktober 2021 in Straßburg abgestimmt.

Die Europäische Kommission hat am 14. Oktober 2020 die EU-Strategie zur Reduzierung der Methanemissionen veröffentlicht. Methan ist nach Kohlendioxid (CO2) der zweitgrößte Verursacher des Klimawandels und verursacht in Europa 10 % der gesamten Treibhausgasemissionen. Nach Angaben der Europäischen Umweltagentur sind die Sektoren Landwirtschaft, Abfall und Energie für 53 %, 26 % bzw. 19 % der Methanemissionen in der EU verantwortlich.


Source: New Europe by www.neweurope.eu.

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